- 13.12.2010, 20:58:41
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Erfreuliches vom Sport im Budgetausschuss Antidoping-Maßnahmen werden weiter forciert
Wien (PK) - Nachdem die Sportangelegenheiten zum
Verteidigungsministerium ressortieren, stand Bundesminister
Norbert Darabos den Abgeordneten im Budgetausschuss auch zu
diesem Teil des Bundesvoranschlags 2011 Rede und Antwort. Hier
konnte er Erfreuliches berichten und musste keine Kürzungen
vertreten. Für den Sport werden 2011 129,1 Mio. ? zur Verfügung
stehen (2010: 128 Mio. ?).
Abgeordneter Herbert Kickl (F) hielt eingangs fest, dass es
erfreulicherweise keinen budgetären Kahlschlag im Sport gebe und
fragte sodann, wie es mit der Sportförderung angesichts der
Aufhebung des Glückspielmonopols aussehe. Weiters wollte er
wissen, ob die Sportförderung Eingang in die Transparenzdatenbank
finden werde und wie es mit der Unterstützung ehrenamtlicher
Tätigkeiten aussehe. Schließlich zeigte er sich noch an den
Kosten des Kabinetts, der Dienstreisen und der Werbemaßnahmen
interessiert. Seine Fraktionskollegen Andreas Karlsböck und
Christian Höbart sprachen die Aktivitäten gegen Doping an.
Bundesminister Norbert Darabos erklärte, man sei dabei, neue
Richtlinien in der Sportförderung zu erarbeiten, wozu auch
entsprechende Kontrollmöglichkeiten zu zählen seien. Die Novelle
des Sportförderungsgesetzes solle bis 1.1.2012 in Kraft treten.
Die Aufhebung des Monopols sei nicht mehr Problem des Sports,
weil die Deckelung ja schon zuvor durchgeführt worden sei, womit
Planungssicherheit gegeben sei.
Die Kosten für das Kabinett, Repräsentationsausgaben und
Werbemaßnahmen müssten aus dem Gesamtbudgets der Heeresressorts
entsprechend herausgerechnet werden.
Das Anti-Doping-Budget sei das höchste, über welches man bislang
verfügt habe, allein die NADA bekomme nunmehr 2,1 Mio. ? ,
gegenüber 1,8 Mio. bisher. Damit würden laufende
Dopingkontrollen, Langzeittests und Präventionsinitiativen
finanziert, wofür man auch international Anerkennung bekomme. An
eine Einbeziehung der Sportförderung in die Transparenzdatenbank
sei nicht gedacht.
Abgeordneter Peter Haubner (V) interessierte sich für bundesweite
Strukturmodelle, eine budgetäre Unterstützung des
flächendeckenden Vereinsnetzes sowie die Zukunft des Schulsports.
Abgeordneter Johann Höfinger (V) thematisierte das Team Rot-Weiß-
Rot, Abgeordneter Bernd Schönegger (V) sprach noch einmal den
Kampf gegen Doping an.
Darabos meinte, es fänden intensive Beratungen im Rahmen eines
runden Tisches statt, den Schulsport und Wintersportwochen wieder
attraktiver zu gestalten, wobei bis Ende Jänner mit Ergebnissen
zu rechnen sei. Das Regierungsmitglied erläuterte die
verschiedenen Strukturmodelle und sagte, man werde die Anregung,
ehrenamtliche Tätigkeit auch budgetär zu fördern, aufgreifen. Die
Aktivitäten des Teams Rot-Weiß-Rot sollen weitergeführt werden,
einen Fokus werde man auf öffentlichkeitswirksame Maßnahmen
legen.
Abgeordneter Dieter Brosz sprach einzelne Budgetpunkte an und
erkundigte sich, ob die diesbezügliche Förderung als eine
einmalige oder eine laufende zu begreifen sei. Konkret war damit
unter anderem die Tischtennisakademie Werner Schlagers gemeint.
Darabos verwies darauf, dass man sich verpflichtet habe, die
Errichtungskosten dafür zu übernehmen, die Betriebskosten würden
jedoch nicht vom Bund bestritten werden.
Von sozialdemokratischer Seite wurden Randsportarten im TV
(Hermann Krist), die finanzielle Unterstützung der Schi-WM in
Schladming (Andrea Gessl-Ranftl), Integrationsförderung im Sport
(Johann Maier), ein allfälliges europäisches Sportbudget (Peter
Wittmann) und die weitere Förderung von Fair Play-Aktivitäten
(Hannes Weninger) angesprochen.
Darabos führte zu diesen Fragen aus, dass die Debatte um die
Berichterstattung von Sportereignissen im ORF weiter geführt
werden müsse. Für Schladming stelle man noch einmal 5,6 Mio. ?
zusätzlich zur Verfügung, womit Schladming mit insgesamt fast 25
Mio. ? - gegenüber 7 Mio. für St. Anton anno 2001 - unterstützt
würde. Zur Integration gebe es eine eigene Arbeitsgruppe, die
entsprechende Konzepte erarbeite, die sportlichen Aspekte dieses
Themas seien im nationalen Aktionsplan für Integration
eingebracht. Auf europäischer Ebene wünschte sich der Minister
mehr Aktivitäten, denn bislang werde zumeist auf die nationale
Ebene verwiesen. Die Förderung von Fair Play-Aktivitäten werde
konsequent fortgeschrieben.
Auf entsprechende Fragen der BZÖ-Abgeordneten Peter Westenthaler
und Stefan Markowitz bekannte sich Darabos zu einem
Sportstättenkonzept und zur Idee einer Sportförderdatenbank,
damit nachgelesen werden könne, wohin die Mittel fließen. Im
Hinblick auf die NADA wünschte sich Darabos eine
Schwerpunktsetzung in der aktuellen Arbeit. (Schluss
Budgetausschuss)
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