- 01.12.2010, 10:22:00
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Mölzer: Türkisches Großmachtdenken hat keinen Platz in Europa
Die Beitrittsverhandlungen mit der EU müssen sofort gestoppt werden
Wien (OTS) - Im Zuge der Wikileaks-Aufdeckungen, so berichtet der
aktuelle "Spiegel", wird auch über den türkischen Premier Recep
Tayyip Erdogan und seinen Außenminister Ahmet Davutoglu nicht
unbedingt schmeichelhaftes ans Tageslicht befördert. "Hier werden
Beitrittsverhandlungen mit Politikern geführt, deren einziges Ziel
ist, Europa zu islamisieren und die Macht der Türkei auszubauen",
warnt der Europaabgeordnete Andreas Mölzer.
"Es kann nicht sein, dass die EU diese Botschafter-Depeschen einfach
ignoriert. Denn damit wird nun endgültig deutlich, dass Erdogan sein
Versprechen einer demokratischen Türkei nicht gehalten hat", stellt
der EU-Parlamentarier klar. Und weiter: "Sogar den amerikanischen
Berichterstattern ist aufgefallen, wovor die Europäische Union die
Augen verschließt: Dass es nämlich das einzige Interesse der Türkei
ist der EU beizutreten, um den Islam in Europa zu etablieren und zu
manifestieren."
"Wenn US-Diplomaten berichten, dass führende Mitglieder der AKP die
Meinung vertreten, die Türken holen sich Andalusien zurück und wollen
sich für die Niederlage bei der Belagerung Wiens 1683 revanchieren,
dann sollten wohl sämtliche Alarmglocken läuten", ist Mölzer
überzeugt, der einmal mehr den sofortigen Verhandlungsstopp der EU
mit den Türken fordert. "Auch die These des türkischen Außenministers
Ahmet Davutoglu, wonach der Balkan wieder unter 'osmanische'
Kontrolle kommen müsse, lässt im Lichte der aktuellen Entwicklungen
am Balkan aufhorchen", so Mölzer weiter. Denn bekanntlich schreite
die Islamisierung von Bosnien, dem Kosovo, Albanien, Montenegro, aber
auch Teilen Mazedonien stark voran. "Was wir hier befürchten müssen,
ist ein türkisch-islamistisch dominierter Keil in Europa."
Laut den Botschafts-Depeschen sieht sich Erdogan als "Volkstribun von
Anatolien", der glaubt, Gott habe ihn auserkoren, die Türkei zu
führen. "Für ein Land, dass von einem machtbesessenen selbsternannten
Volkstribun geführt wird, ist kein Platz in der EU", ist Mölzer
überzeugt. "Es darf nicht angehen, dass die europäischen Demokratien
die Großmachtsansprüche eines Erdogans unterstützen und ihn weiterhin
einladen, am Verhandlungstisch Platz zunehmen."
Durch die Berichte zeigen die Mächtigen der Türkei endlich ihr wahres
Gesicht und es wird einmal mehr deutlich, dass der islamistische
Staat keinerlei Respekt vor den westlichen Werten und ihrer
christlich geprägten Kultur hat. "Erdogan, der vor seinem Amtsantritt
noch verlauten ließ, 'Demokratie ist wie ein Zug: Wenn wir an der
Station sind, wo wir hin wollen, steigen wir aus', muss in seinem
türkischen Großreichdenken gestoppt werden und das gelingt nur durch
den sofortigen Abbruch aller Verhandlungen", schließt Mölzer.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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