- 01.12.2010, 10:18:01
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Rudas: Vermögensbezogene Steuern wichtiger Schritt zu mehr Gerechtigkeit
Scharfe Kritik an Raiffeisen - Bank will sich erneut um Beitrag drücken
Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas sieht in
der von der SPÖ durchgesetzten Vermögenszuwachssteuer einen wichtigen
Schritt zu mehr Steuergerechtigkeit. "Mit der neuen KESt auf
Wertpapiere werden endlich auch Spekulationen besteuert, die vorher
steuerfrei waren", erläuterte Rudas Mittwoch gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst. "Raiffeisen hat offensichtlich ein Problem mit
vermögensbezogenen Steuern. Nach der Kritik von Rothensteiner an der
Bankenabgabe macht nun Hameseder gegen die KESt mobil. Raiffeisen ist
eine Bank und nicht der Gesetzgeber in unserem Land", stellte die
SPÖ-Bundesgeschäftsführerin klar. ****
Erst zu Wochenbeginn habe etwa Raiffeisen International verlauten
lassen, dass der Konzerngewinn verdoppelt werden konnte. "Die
Raiffeisen-Manager könnten auch etwas Dankbarkeit zeigen, dass ihr
Institut von den österreichischen Steuerzahlern durch die Krise
getragen wurde und heute wieder Gewinne machten. Stattdessen werden
permanent Pläne gewälzt, wie man sich um Abgaben drücken könnte",
zeigte sich Rudas empört.
"Mit der Bankenabgabe oder der Vermögenszuwachssteuer leisten auch
jene einen kleinen Beitrag zur Bewältigung der Krise, die sie mit
verursacht haben", unterstrich Rudas und reagierte damit auf die
heute im Ö1-Morgenjournal geäußerte Kritik von Generaldirektor Erwin
Hameseder an der geplanten KESt.
Das Argument, die KESt treffe vor allem Kleinanleger und gefährde
deren private Altervorsorge, lässt Rudas so nicht gelten: "Glaubt
Hameseder wirklich, dass eine Aktiensteuer die Hauptsorge von
Mindestpensionisten, Alleinerzieherinnen, Studenten oder dem Portier
des Raiffeisen-Hauptquartiers ist?" Das gehe am wirklichen Leben und
den Problemen der Menschen vorbei, so Rudas. Arbeit werde in
Österreich unverhältnismäßig hoch besteuert, Einkommen aus Kapital
dagegen kaum. "Hier muss sich endlich etwas ändern", forderte Rudas
abschließend. (Schluss) sc/mb
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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