- 26.11.2010, 11:19:08
- /
- OTS0141 OTW0141
BetriebsrätInnnen schlagen Alarm: Budgetkürzungen gefährden Standard Sozialer Dienstleistungen
Katzian: Länder müssen zusätzliche Budgetmittel in Pflege und Betreuung investieren
Wien (OTS/ÖGB) - "Die Länder müssen dringend einen wesentlichen
Teil der im Budgetentwurf vom Bund zusätzlich zur Verfügung
gestellten finanziellen Mittel für den Bereich Pflege und Betreuung
zur Verfügung stellen, sonst drohen in diesem Bereich
Arbeitsplatzverluste, die langfristig die Qualität und den
Fortbestand wichtiger sozialer Dienstleistung nachhaltig in Frage
stellen. Die Budgetnöte zeigen einmal mehr, dass auf Perspektive
zusätzliche Einnahmen aus Vermögenssteuern für die Finanzierung
sozialer Dienstleistungen geben muss", erklärt der Vorsitzende der
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier",
Wolfgang Katzian.++++
Überstürzte Budgetkürzungsmaßnahmen, wie etwa aktuell jene des Landes
Oberösterreich, die folglich bei pro-mente, bei Exit-Sozial und bei
Arcus Oberösterreich mit massiven Personaleinsparungen verbunden
sind, zeigen die Brisanz und den dringenden Handlungsbedarf. "Es ist
auch unverständlich, dass die von den BetriebsrätInnen und
Gewerkschaften seit langem geforderte parlamentarische Enquete noch
immer auf die lange Bank geschoben wird. Offenbar haben manche
Parlamentsabgeordnete noch immer nicht realisiert, dass es hier nicht
um irgendeinen gesellschaftlichen Randbereich geht", ist Katzian
verärgert.
"Im Bereich der Pflege und Betreuung ist das Belastungslimit längst
überschritten. Durch weitere Einsparungsmaßnahmen würden Standards
nachhaltig in Frage gestellt. Die steigenden Anforderungen können
nicht von immer weniger Personal bewältigt werden, das ist genau der
verkehrt Weg - es braucht mehr Geld für mehr Beschäftigte! Es nützt
nichts, in Kampagnen medienwirksam das Thema Burnout zu
thematisieren, wenn die Politik nicht in der Lage ist, die
grundlegenden materiellen Voraussetzungen für eine qualitative Pflege
und Betreuung zu gewährleisten", erklärt der Vorsitzende des
Wirtschaftsbereiches Gesundheit und Soziale Dienste der GPA-djp und
BR-Vorsitzender von Mosaik, Klaus Zenz.
"Einsparungen im Gesundheits- und Sozialbereich sind besonders
kurzsichtig. Fließt doch jeder investierte Euro in diesem Bereich in
die Gesellschaft zurück. Die akuten Probleme zeigen einmal mehr, dass
die von den Gewerkschaften vida und GPA-djp geforderte
Sozialmilliarde wichtiger denn je ist. Umso bedauerlicher ist es,
dass die dazu in Aussicht gestellte parlamentarische Enquete nach wie
vor auf sich warten lässt ist. Das ist eine Missachtung und
Geringschätzung der Beschäftigten und ihrer BetriebsrätInnen, die wir
so nicht einfach hinnehmen werden. Wenn die Politik weiterhin die
Ohren gegenüber den berechtigten Anliegen der Beschäftigten
verschließt, werden wir uns mit geeigneten Mitteln Gehör
verschaffen", so die Vorsitzende des Wirtschaftsbereiches Kirchen und
Religionsgemeinschaften in der GPA-djp und Betriebsrätin der Caritas
der Erzdiözese Wien, Gabriele Wurzer.
Rückfragehinweis:
GPA-djp Mag. Martin Panholzer Tel.: 05 0301-21511 Mobil: 05 0301-61511 E-Mail: [email protected] http://www.gpa-djp.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGB






