SPÖ-Abgeordnete Hakel prämiert Antirassismus-Projekte von Liezener Schulen
Abschlussveranstaltung im Parlament mit Alfons Haider und Dieter Schindlauer (ZARA)
Wien (OTS/SK) - Im abgelaufenen Schuljahr startete SPÖ-Abgeordnete
Elisabeth Hakel das Projekt "SchülerInnen gegen Rassismus". Schulen
aus dem Bezirk Liezen waren aufgefordert, sich mit Rassismus im
Alltag in Kurzvideos auseinanderzusetzen. Heute fand im Parlament die
Abschlussveranstaltung des Projekts statt. Gemeinsam mit dem
Entertainer Alfons Haider und Dieter Schindlauer, Obmann des Vereins
Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit (ZARA), wurden die besten
Einsendungen prämiert. "Das Projekt war ein voller Erfolg, die
eingeschickten Beiträge waren überaus engagiert", so Hakel am Montag
gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****
Die 80 Schüler und Schülerinnen aus dem Bezirk Liezen hatten vor der
Veranstaltung die Möglichkeit, das Parlament von Innen kennenzulernen
und auch ein kurzes Gespräch mit Nationalratspräsidentin Barbara
Prammer zu führen. "Rassismus ist ein Angriff auf unser friedliches,
demokratisches Zusammenleben. Dem müssen wir couragiert
entgegentreten. Ich danke den SchülerInnen aus Liezen für ihren
Beitrag und ihr Engagement im Sinne einer starken
Zivilgesellschaft.", so Prammer.
Prämiert wurden Videobeiträge des Polytechnikums Rottenmann und der
Bundeshandelsakademie Liezen. Die Auszeichnungen wurden von Elisabeth
Hakel, Alfons Haider und Dieter Schindlauer überreicht. Im Anschluss
fand eine Podiumsdiskussion statt, zu der sich neben den drei
obengenannten auch Stefan Preis, ein Schüler der BHAK Liezen,
gesellte. "Die Konfliktlinien bei der Integration wurden alle viel zu
spät erkannt und thematisiert. Die Zukunft liegt eindeutig vor uns
und nicht hinter uns, die Jugendlichen von heute werden sie
gestalten", eröffnete Alfons Haider die Runde. Er gratulierte allen
Teilnehmern und Teilnehmerinnen und bedankte sich für die Einladung.
"Ich finde es toll, dass es junge Menschen wie euch gibt. Ich weiß,
dass es viele lustig finden, aber ihr werdet merken, dass es einfach
ernst werden kann. Anderssein kann schnell gefährlich werden", so
Haider.
"Das ist eine tolle Idee. Wir wollten zeigen, dass wir nicht auf
diesem Niveau sind", erklärte Stefan Preis auf die Frage, wie das
Projekt in seiner Schule angenommen wurde. "Es gibt viele Vorurteile
gegen die Jugend. Die Jugend sei furchtbar rechts. Das stimmt nicht.
Jugendliche stellen sehr offen Fragen, auf die aber oftmals keine
ausreichenden Antworten kommen. Das ist aber das Problem der
Politik, nicht der Jugendlichen", nahm Dieter Schindlauer die junge
Generation in Schutz.
Stefan Preis unterstrich diese Aussage und meinte: "Jeder ist ein
Mensch und das ist das Wichtigste. Egal, wo man herkommt oder welcher
Religion man angehört." Integration fange schließlich auf beiden
Seiten an und müsse sich in der Mitte finden, so der 18-jährige.
"Wenn man vorurteilsbehaftete Menschen sofort in eine Ecke stellt,
dann vergibt man die Möglichkeit, diesen Menschen zuzuhören und ihre
Probleme zu erfahren. Menschen werden nur dann umdenken, wenn sie
sich verstanden fühlen", stellte Schindlauer klar und weiter
"Engstirnigkeit darf nicht mit Engstirnigkeit begegnet werden."
"Wir leben in einer großen Verlogenheit, wo es heißt, was nicht sein
darf, darf nicht sein, also reden wir nicht drüber", Alfons Haider
zeigte sich überzeugt, dass die Situation nur durch Reden und Zuhören
verbessert werden kann. "Es reicht nicht aus, da und dort kleinere
Projekte wie dieses zu starten, man wird sich jetzt anschauen müssen,
wie man in Zukunft an die Problematik herangehen will. Da sind
generelle Konzepte gefragt", stellte Hakel fest. Da nehme ich auch
meine eigene Partei nicht aus der Verantwortung und finde, dass wir
viel zu lange damit gewartet haben, endlich Antworten zu geben." Eine
Fortsetzung dieses Projektes werde es aber im Frühjahr 2011
sicherlich geben. (Schluss) rm/sc/mp
Die prämierten Videos finden sich unter
youtube.com/user/HakelElisabeth .













