- 18.11.2010, 17:14:52
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Nationalrat - Kuntzl ad Pröll: Hätte mir positivere Signale an die jungen Menschen erwartet
Es wäre politisch falsch, Studierendenquote nicht zu erhöhen
Wien (OTS/SK) - SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl zeigte
sich im Nationalrat von der Antwort des Finanzministers zur
Dringlichen Anfrage zum Thema Universitäten enttäuscht. "Ich hätte
mir erwartet, dass Sie positivere Signale an die jungen Menschen in
diesem Land senden. Ich hätte mir den grundsätzlichen Willen zu
Investitionen in das Bildungssystem erwartet", so Kuntzl am
Donnerstag in Richtung Pröll. ****
"Sie hätten auch sagen können, sobald wir wieder können, bin ich der
Erste, der die budgetären Mittel für die Universitäten zur Verfügung
stellt." Ein positives Signal an die jungen Menschen wäre auch das
Bekenntnis zu einer höheren Studierendenquote. "Ich dachte, wir
hätten einen Konsens, dass wir mehr jungen Menschen in diesem Land
eine gute Bildung ermöglichen wollen. Der neue ÖVP-Spruch geht leider
in Richtung mehr Absolventen, aber nicht mehr Studierende",
kritisierte Kuntzl. Es wäre eine Abkopplung von der EU-Strategie,
wenn die Studierendenquote nicht erhöht würde, so Kuntzl. "Wir haben
in Österreich noch immer weniger Studienanfänger als im
OECD-Durchschnitt. Es wäre politisch falsch, die Studierendenquote
nicht zu erhöhen."
Der Forderung der ÖVP nach Studiengebühren mit "treffsicherem
Beihilfensystem" hält Kuntzl entgegen, dass es Studiengebühren mit
der SPÖ nicht geben werde. Zudem müsse klar gestellt werden, was
unter "treffsicherem Beihilfensystem" zu verstehen sei. "Da wäre viel
zu tun", so Kuntzl. Beim Beihilfensystem müsse man beim
Einkommensbegriff ansetzen, denn ein treffsicheres Beihilfensystem
müsse den Umstand ändern, dass diejenigen, die ihr Einkommen besser
gestalten können, mehr Chancen auf Unterstützung haben als jene mit
geringem Einkommen, die sie dringend brauchen würden.
Zum Thema "neuralgische Massenfächer" meinte Kuntzl, dass man sich
diesem Thema auch anderes nähern könnte. "Wir könnten auch sagen: Das
sind die beliebtesten Fächer, wo die höchste Nachfrage besteht. Dann
wäre eine andere Herangehensweise an die Lösung der Probleme, die in
diesen Fächern bestehen, möglich." (Schluss) pl/mb
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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