Leichtfried bedauert Rücknahme der Veröffentlichung der EU-Agrarbeihilfen

Durch namentliche Veröffentlichung werden Ungerechtigkeiten sichtbar

Wien (OTS/SK) - "Dass nun die Veröffentlichung von EU-Agrarbeihilfen gestoppt werden soll, ist ein schwerer Rückschlag für die Transparenz bei den Agrarförderungen", so der Delegationsleiter der SPÖ-EU-Abgeordneten, Jörg Leichtfried am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Er verweist darauf, dass die Veröffentlichung dazu beitrage, den Menschen aufzuzeigen, dass ein Großteil der Mittel für die Agrarpolitik großen Industrieunternehmen wie beispielsweise Nestlé zugutekommt. "Die Menschen haben ein Anrecht darauf, zu erfahren, wohin ihre Steuermittel fließen", bemerkt der EU-Parlamentarier weiter. Eine Neuordnung der Agrarförderung sei längst überfällig, kleine landwirtschaftliche Betriebe müssen stärker gefördert werden. Ebenso verlangt der EU-Abgeordnete eine stärkere Förderung jener Bauern, die ökologische Landwirtschaft betreiben.

"Die Veröffentlichung der Agrarbeihilfen hat dazu beigetragen, dass Ungerechtigkeiten sichtbar wurden", unterstreicht der EU-Parlamentarier. Wenig verständlich sei die Freude von Seiten des Bauernbundes, denn, so Leichtfried, "gerade Grillitsch müsste dafür eintreten, dass kleineren landwirtschaftlichen Betrieben mehr Gerechtigkeit widerfährt". Die Reaktion von Grillitsch zeige, dass der Bauernbund nach wie vor auf Seiten der landwirtschaftlichen Großunternehmen und der industriellen Landwirtschaft stehe. (Schluss) bj/mp

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