- 09.11.2010, 12:59:21
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Maier: Immer mehr skrupellose Wilderer in Österreich
Anzeigen und Verurteilungen nehmen stark zu
Wien (OTS/SK) - Strafanzeigen, Strafverfahren und gerichtliche
Verurteilungen wegen "Wildern" und "Schwarzfischen" haben 2009 in
Österreich massiv zugenommen. "Es gibt nicht nur immer mehr Wilderer,
sondern auch immer skrupellosere", erklärte
SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier am Dienstag gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst. Als besonders auffällig bezeichnete Maier die
Zunahme von Trophäenwilderern, die nur auf den Kopf eines Tieres aus
sind, den Kadaver jedoch einfach liegen lassen. "Diese Entwicklung
hat mit Sozial- und Wildererromantik nichts mehr zu tun", so Maier,
der in diesem Zusammenhang härtere Strafen gegen Wilderer fordert.
Insgesamt gab es wegen Eingriffen in fremdes Jagdrecht oder fremdes
Fischereirecht im letzten Jahr 507 Strafanzeigen gegenüber 376 im
Jahr 2008 und 378 im Jahr 2007. ****
Die meisten Strafanzeigen wurden bei den Staatsanwaltschaften
Innsbruck (77), Salzburg (55), St. Pölten (52) und Wels (42)
erstattet. In der Zeit zwischen 2000 bis 2009 kam es in Österreich zu
insgesamt 357 Gerichtsverfahren und 120 rechtskräftigen
Verurteilungen. "Bedauerlicherweise sind die Daten des
Justizministeriums nicht vollständig, da nicht alle
Staatsanwaltschaften auch die Anzeigen gegen unbekannte Täter
bekanntgegeben haben", so Maier. Der SPÖ-Konsumentenschutzsprecher
hat die zuständigen Ministerinnen Bandion-Ortner und Fekter zur
aktuellen Entwicklung befragt. Wenngleich die Daten unvollständig
sind, so lässt sich doch eine eindeutige Zunahme feststellen.
Ein besonderes Problem sieht Maier in der steigenden Skrupellosigkeit
der Trophäenwilderer. Das Wild werde oft nur wegen der Trophäen
gejagt, sehr oft - mit Scheinwerfern geblendet - vom Auto aus, mit
einem Gewehr mit aufgesetzten Schalldämpfern. Der Kopf mit der
Trophäe wird abgetrennt und der Kadaver liegengelassen. "Das ist eine
illegale Trophäenjagd - der Ehrenkodex früherer Zeiten gilt nicht
mehr", so Maier. (Schluss) sc/mp
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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