- 19.10.2010, 12:23:02
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Von Menschen und Maschinen Vorträge von Steve Wozniak und Ray Kurzweil im Hohen Haus
Wien (PK) - Der Präsident der Industriellenvereinigung Veit
Sorger lud heute unter der Patronanz von Nationalratspräsidentin
Barbara Prammer zu Vorträgen mit dem Thema "Mensch und Maschine -
Wann kommt die Verschmelzung?". Redner waren der Apple-
Mitbegründer Steve Wozniak und der Autor Ray Kurzweil.
Einbegleitet und moderiert wurde die Veranstaltung von
MitarbeiterInnen der Telekom Austria Group.
Prammer zeigte sich erfreut über das große Interesse, was wohl
den beiden hervorragenden Referenten zu danken sei. Die
Veranstaltung sei die erste Kooperation mit der
Industriellenvereinigung, und sie hoffe sehr, dass es nicht die
letzte sein möge, merkte Prammer an.
Die Dynamik, mit der Informations- und Kommunikationstechnologien
unsere Lebenswelt verändern, ist, so Prammer, ungebrochen. Diese
Technologien nähmen uns einerseits Arbeit ab, andererseits
stellten sie uns vor neue Herausforderungen, etwa im Bereich der
Datensicherheit und des Datenschutzes. Die Digitalisierung werde
uns weiter fordern, daher müsse sich auch die Politik mit diesen
Fragen auseinandersetzen.
Lebenslanges Lernen werde mehr denn je von Wichtigkeit sein, was
auch entsprechende Herausforderungen für die Erwachsenenbildung
bedeute, denn nur so verhindere man, dass unsere Vernunfts- zu
einer Glaubensgesellschaft absinke. Vorträge wie die heutigen
sollten daher einen wesentlichen Input für eine weitergehende
Diskussion auch auf politischer Ebene darstellen, weshalb man
sich auch dazu entschlossen habe, diese Einladung ins Hohe Haus
auszusprechen, sagte Prammer.
IV-Präsident Sorger betonte, Wissen sei der Rohstoff der
Informationsgesellschaft. Eine gut vernetzte
Informationsgesellschaft schaffe Arbeit und Entwicklung, eine
innovative Anwendung ermögliche neue Perspektiven. Die
Informations- und Kommunikationstechnologie biete auch der
Wirtschaft effektiveres Agieren, daher müsse ihr politisch
entsprechender Stellenwert im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit und
der Sicherung des Wirtschaftsstandortes Österreich eingeräumt
werden.
Österreich müsse auf diesem Gebiet erstklassig aufgestellt sein,
damit es seine Standards halten könne. Daher brauche es, schloss
Sorger, im Rahmen der heimischen Standortpolitik eine nationale
IKT-Strategie, um an das internationale Spitzenfeld anschließen
zu können.
Mensch und Maschine
Das Verhältnis von Mensch und Maschine beschäftigt seit
Generationen unser Denken. Die neuen Technologien prägen mehr
denn je unseren Alltag, sodass sich immer öfter die Frage stellt,
was die Menschheit von den Maschinen erwartet. Welche Rolle
können Maschinen in unserer Gesellschaft spielen, welche
Auswirkungen haben sie auf unsere Gesundheit oder auf unsere
Bildung?
Die beiden Vortragenden sparen in ihren Analysen nicht mit
provokanten Thesen. So stellt sich Wozniak die Frage, ob die
Menschen noch den Computer beherrschen, oder ob nicht bereits die
Maschine zum Beherrscher des Menschen geworden ist. Und Kurzweil
vertritt die Ansicht, dass durch das exponentielle Wachstum der
Informationstechnologien der Mensch bereits in 20 Jahren zum
"Cyborg" geworden sein könnte, dessen Körper bereits mehr
nichtbiologische als biologische Partikel enthält. (Schluss)
HINWEIS: Fotos von dieser Veranstaltung finden Sie - etwas
zeitverzögert - auf der Website des Parlaments
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