- 04.10.2010, 15:04:07
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MedUni Wien: "Wissenschaft hat kein Geschlecht!"
Heinisch Hosek gratuliert MedUni Wien zur Vorreiterrolle bei Frauengleichstellung an Österreichs Universitäten
Wien (OTS) - Im Rahmen eines hochkarätig besetzten Symposiums zum
Thema "Hat Wissenschaft ein Geschlecht" konnte MedUni Wien
Vizerektorin Univ. Prof. in Dr.in Karin Gutierrez-Lobos unter anderem
Frauenministerin Gabriele Heinisch Hosek und die Präsidentin des
Europäischen Forschungsrates, Dr. in Helga Nowotny begrüßen.
"Auf die Talente von Frauen kann nicht verzichtet werden!" betonte
Gabriele Heinisch-Hosek, Bundesministerin für Frauen und Öffentlichen
Dienst bei ihrer Eröffnungsrede in Anbetracht der Tatsache einer
beobachtbar sinkenden Repräsentation von Wissenschafterinnen in
hochqualifizierten Bereichen. Dabei liegen die Gründe meist nicht an
einer mangelnden wissenschaftlichen Exzellenz, sondern hat
vielfältige und komplexe Ursachen. Besonderes Lob erntete die MedUni
Wien von der Frauenministerin für ihre Vorreiterrolle bei der
Frauengleichstellung: "Mit solchen Initiativen wie die von
Vizerektorin Gutierrez-Lobos sollten mehrere Rektorinnen keine Frage
der Zeit sein," so Heinisch-Hosek.
Das hob auch Prof.in Dr.in Helga Nowotny, Präsidentin des
europäischen Forschungsrates, in ihrem Vortrag "Exzellenz ist
mehrdimensional" hervor. Weiters betonte sie die Notwendigkeit, dass
besonders GutachterInnen über einen gewissen Weitblick und eine
Offenheit über die eigenen fachlichen Grenzen hinaus verfügen
sollten, damit Exzellenz auch bei eher unkonventionellen Lebensläufen
oder Karrieren erkannt werden kann. Schließlich fügte sie einprägsam
hinzu: "Exzellenz erkennt man, wenn man ihr begegnet."
Gutiérrez-Lobos wies darauf hin, dass nicht nur die Beurteilung
sondern auch die Unterstützung von Exzellenz mehrdimensional erfolgen
muss.
Derzeit würde zudem viel zu stark auf die rein quantitative
Leistung der Publikationen geachtet. Viele entschiedene qualitative
Kriterien wie Originalität, Kreativität usw würden noch nicht stark
genug gewichtet werden. Auch Transparenz bei Beurteilung und
Bewertung ist ein entscheidender Faktor.
"Exzellenz ist nicht geschlechtsneutral, die MedUni wird
geschlechtsgerechte Kriterien erarbeiten.", so Gutiérrez-Lobos
abschließend.
Rückfragehinweis:
Mag.a Nina Hoppe
Pressesprecherin
MedUni Wien
Mobil: + 43 664 800 16 11501
mailto:[email protected]
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