- 04.10.2010, 14:31:14
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"Vogelfänger lügen wie gewohnt", reagiert VGT auf Vorwürfe
Gestern filmten AktivistInnen des VGT 2 Gruppen von Vogelfängern im Salzkammergut und erstatten Anzeige wegen Tierquälerei und Übertretung der Artenschutzverordnung
Wien (OTS) - In einer Aussendung behaupten Vogelfänger, es wären
ihnen Lockvögel "gestohlen" und sie wären bedroht worden, und es
seien erhebliche Sachschäden durch TierschützerInnen angerichtet
worden. Dazu sagt VGT-Obmann DDr. Martin Balluch: "Was für eine
lächerliche Propagandalüge dieser Menschen, die offenbar vor nichts
zurückschrecken. Tatsache ist, dass, wie jedes Jahr,
Tierschutzpatrouillen Vogelfänger beim illegalen Fang überrascht
haben. Wir haben die Vorfälle gefilmt, mit der Polizei gesprochen und
werden sie bei der zuständigen Staatsanwaltschaft zur Anzeige
bringen. Die Vogelfänger haben nicht nur Tierquälerei begangen -
Wildvögel durch Einsperren in Käfige und durch Fangen in Fallen in
schwere Angst versetzt - sondern auch §11 der oö
Artenschutzverordnung gebrochen. Letzteres deswegen, weil die
Vogelfänger mehr als die zulässige Anzahl von Lockvögeln bei sich
hatten."
DDr. Balluch weiter: "Wie für solche Menschen üblich - wer
gewalttätig zu Tieren ist, wird auch gegenüber Menschen nicht
zimperlich sein - wurden wir mit Schlägen bedroht. Die Aussage der
Vogelfänger in ihrer Pressemeldung, dass Lockvögel "gestohlen" oder
dass eine Sachbeschädigung begangen worden sei, ist frei erfunden und
wurde uns weder von den Vogelfängern noch der Polizei vorgeworfen.
Dabei würde ich die Befreiung illegal gefangener Singvögel nur
begrüßen, handelt es sich doch keineswegs um den "Besitz" der
Vogelfänger. Wildvögel gehören in die Freiheit und nicht in die Hände
dieser Gewalttäter."
Und DDr. Balluch schließt: "Was wir hier jetzt sehen ist von
vornherein das Kalkül jener Menschen gewesen, die die SOKO gegen den
Tierschutz ins Rollen gebracht haben. Man will den aktiven
Tierschutz, der oft die Kontrolltätigkeit der Behörden übernehmen
muss, weil diese ihre Verantwortung einfach nicht wahrnimmt,
kriminalisieren und mundtot machen. 4 Jahre SOKO-Ermittlungen (ohne
konkrete Ergebnisse) und ein jahrelanger Monsterprozess auf Basis des
absichtlich diffus gehaltenen Vorwurfs der Unterstützung einer
angeblichen kriminellen Organisation im Tierschutz, die seit 1988
insgesamt 35 Kampagnen für die Tiere in Österreich geführt habe, soll
dazu dienen, den Tierschutz einzuschüchtern und seinen politischen
Gegner zu stärken. So kommt es, dass z.B. die Vogelfänger derart
irrwitzige Aussendungen in der Hoffnung machen können, dass ihnen
geglaubt werde. Doch da haben sie die Rechnung ohne den Wirt gemacht.
Wir vertrauen auf eine kritische Medienlandschaft. Wir vertrauen
darauf, dass die Gesellschaft und letztendlich auch die Politik die
Tierschutzarbeit anerkennen und Wert schätzen. Und wir werden uns
aufgrund der breiten Unterstützung in der Bevölkerung sicher nicht
einschüchtern lassen, weiterhin unsere Aufgabe wahrzunehmen, uns für
die Schwächsten in der Gesellschaft, die Tiere, einzusetzen."
Rückfragehinweis:
DDr. Martin Balluch, Tel.: 01/9291498, Email: [email protected]
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