- 04.10.2010, 11:30:39
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ÖGKV im Pilotprojekt Pflegegeldeinstufung des Sozialministeriums eingebunden
Wien (OTS) - In den kommenden Tagen finden die ersten
Begutachtungen diplomierter Pflegefachkräfte (Angehörige des
gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege) bei
AntragstellerInnen für Pflegegeld statt. Im Vier-Augen-Prinzip
erstellt jeweils die begutachtende Pflegefachkraft sowie der
begutachtende Arzt/ Ärztin eine eigene Beurteilung des
pflegebedingten Mehraufwands. Pflegefachkräfte legen dabei ihren
Fokus auf den funktionsbedingten Pflegebedarf. Darüber hinaus wird
pflegenden Angehörigen problemorientierte Beratung zur Verfügung
gestellt. Ebenso wird im häuslichen Bereich beispielsweise die
Barrierefreiheit festgestellt, dies ist etwa zur Verminderung des
Sturzrisikos relevant.
Das nunmehr startende Pilotprojekt umfasst insgesamt 1000
Begutachtungen in den Projektregionen Tirol, Salzburg,
Niederösterreich, Wien und Burgenland und wird sechs Monate dauern.
Das Pilotprojekt wird pflegewissenschaftlich begleitet.
Der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV)
ist aktiv in die Organisation und Durchführung des Pilotprojekts
eingebunden. Die Auswahl der Pflegefachkräfte für dieses Projekt nahm
der ÖGKV nach folgenden Kriterien vor: Praktische Erfahrungen im
Langzeitpflegebereich und Kenntnisse des Bundespflegegeldgesetzes.
"Ziel ist es", so Ursula Frohner, Präsidentin des ÖGKV, "durch die
Einbindung der Pflegefachkräfte in die Begutachtung, den
pflegebedingten Mehraufwand für AntragstellerInnen bedarfsgerecht und
effektiv zu ermitteln. Angehörige des gehobenen Dienstes für
Gesundheits- und Krankenpflege haben dazu die fachliche Kompetenz.
Darüber hinaus können pflegende Angehörige durch Pflegeberatung
gezielt unterstützt werden."
Die Hausbesuche der begutachtenden Pflegefachkräfte und
MedizinerInnen werden im Interesse der betroffenen pflegebedürftigen
Menschen und ihrer Angehörigen gleichzeitig erfolgen. Damit wird
gewährleistet, dass Pflege und Medizin die gleiche Ist-Situation
vorfinden.
Die zentrale Rolle des gehobenen Dienstes für Gesundheits-und
Krankenpflege im österreichischen Gesundheits- und Sozialwesen wird
künftig durch demographische Entwicklungen im Rahmen einer effektiven
Bedarfsplanung immer mehr Bedeutung bekommen. Dieses Pilotprojekt ist
ein erster Schritt in der Bewältigung des sozialen Auftrags der
Gesundheitsberufe.
Rückfragehinweis:
Ursula Frohner Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes - ÖGKV Wilhelminenstraße 91/IIe, 1160 Wien T:+43 1/ 478 27 10 [email protected] www.oegkv.at
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