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FPÖ-Kunasek: "Unterdotiertes Berufsheer wäre Untergang des Bundesheeres!"

Wien (OTS) - FPÖ-NAbg. Mario Kunasek, Mitglied im Landesverteidigungsausschuss, hat sich bereits mehrfach für den Erhalt der Wehrpflicht ausgesprochen und betont heute: "Das österreichische Bundesheer wird mit einem Budget von nicht einmal 0,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes von Rot und Schwarz abgespeist. Wenn man auch ein Berufsheer so finanziert käme das einem Untergang gleich!"

"Die Wehrpflicht ist Ausdruck des Selbstbehauptungswillens freier und mündiger Bürger, weil sie die Landesverteidigung zur Aufgabe des ganzen Staatsvolkes macht. Anders als bei einer Berufsarmee kann bei einer Armee aus Wehrpflichtigen auf das komplette Reservoir an Fähigkeiten, Kenntnissen und Erfahrungen der jungen österreichischen Staatsbürger zurückgegriffen werden. Diese Form führt zu einem Austausch von Wissen und zu neuen Impulsen für das Heer. Die schnelle und unkomplizierte Einsatzmöglichkeit, wie zum Beispiel bei Katastropheneinsätzen, - eine solche wird bei Abschaffung der Wehrpflicht nicht mehr gegeben sein - war und ist der große Vorteil des Bundesheeres", so Kunasek, selbst Unteroffizier beim Bundesheer.

Das häufig geführte Argument, Österreich bräuchte ein Berufsheer, da nur in einem Berufsheer eine vollständige und ausgereifte Professionalisierung erfolgen kann, geht laut Kunasek ebenso ins Leere: "Dank des hohen Ausbildungsstandards hat das österreichische Bundesheer bereits Vollprofis. Bei allen Einsätzen im In- oder Ausland wurde immer vollprofessionelles Verhalten an den Tag gelegt." In der aktuellen Debatte vermisst er allerdings den eigentlichen Auftrag, der dem Bundesheer zugewiesen ist: "Auf die Landesverteidigung zu vergessen oder bewusst diese außer Acht zu lassen widerspricht jeder sicherheitspolitischen Überlegung."

Für Kunasek nimmt das "Zu-Tode-Sparen" des Bundesheeres kein Ende: "Die finanzielle Situation muss endlich verbessert werden. Wenn der rot-schwarzen Bundesregierung die Landesverteidigung nur so minimale Summen wert ist, sollte über die Einführung eines Berufsheeres gar nicht erst nachgedacht werden. Denn ein unterdotiertes Berufsheer wäre der endgültige Untergang des gesamten österreichischen Bundesheeres!"

Abschließend lässt Kunasek in Bezug auf die budgetäre Situation wissen: "Wir vergeuden Ressourcen durch die hohe Anzahl von Systemerhaltern, sinnlosem Assistenzeinsatz im Burgenland und haben auf der anderen Seite aber kein Geld für Überstunden und gezielte Ausbildung." Er appelliert in Richtung Bundesregierung und Minister Darabos: "Geben wir den jungen Männern eine gute vernünftige Ausbildung in den sechs Monaten, denn diese sechs Monate sind keine verlorene Zeit!"

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