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OTS0133   22. Sept. 2010, 10:47

FPÖ-Kunasek: "Unterdotiertes Berufsheer wäre Untergang des Bundesheeres!"


FPÖ-NAbg. Mario Kunasek, Mitglied im
Landesverteidigungsausschuss, hat sich bereits mehrfach für den
Erhalt der Wehrpflicht ausgesprochen und betont heute: "Das
österreichische Bundesheer wird mit einem Budget von nicht einmal 0,8
Prozent des Bruttoinlandsproduktes von Rot und Schwarz abgespeist.
Wenn man auch ein Berufsheer so finanziert käme das einem Untergang
gleich!"

"Die Wehrpflicht ist Ausdruck des Selbstbehauptungswillens freier und
mündiger Bürger, weil sie die Landesverteidigung zur Aufgabe des
ganzen Staatsvolkes macht. Anders als bei einer Berufsarmee kann bei
einer Armee aus Wehrpflichtigen auf das komplette Reservoir an
Fähigkeiten, Kenntnissen und Erfahrungen der jungen österreichischen
Staatsbürger zurückgegriffen werden. Diese Form führt zu einem
Austausch von Wissen und zu neuen Impulsen für das Heer. Die schnelle
und unkomplizierte Einsatzmöglichkeit, wie zum Beispiel bei
Katastropheneinsätzen, - eine solche wird bei Abschaffung der
Wehrpflicht nicht mehr gegeben sein - war und ist der große Vorteil
des Bundesheeres", so Kunasek, selbst Unteroffizier beim Bundesheer.

Das häufig geführte Argument, Österreich bräuchte ein Berufsheer, da
nur in einem Berufsheer eine vollständige und ausgereifte
Professionalisierung erfolgen kann, geht laut Kunasek ebenso ins
Leere: "Dank des hohen Ausbildungsstandards hat das österreichische
Bundesheer bereits Vollprofis. Bei allen Einsätzen im In- oder
Ausland wurde immer vollprofessionelles Verhalten an den Tag gelegt."
In der aktuellen Debatte vermisst er allerdings den eigentlichen
Auftrag, der dem Bundesheer zugewiesen ist: "Auf die
Landesverteidigung zu vergessen oder bewusst diese außer Acht zu
lassen widerspricht jeder sicherheitspolitischen Überlegung."

Für Kunasek nimmt das "Zu-Tode-Sparen" des Bundesheeres kein Ende:
"Die finanzielle Situation muss endlich verbessert werden. Wenn der
rot-schwarzen Bundesregierung die Landesverteidigung nur so minimale
Summen wert ist, sollte über die Einführung eines Berufsheeres gar
nicht erst nachgedacht werden. Denn ein unterdotiertes Berufsheer
wäre der endgültige Untergang des gesamten österreichischen
Bundesheeres!"

Abschließend lässt Kunasek in Bezug auf die budgetäre Situation
wissen: "Wir vergeuden Ressourcen durch die hohe Anzahl von
Systemerhaltern, sinnlosem Assistenzeinsatz im Burgenland und haben
auf der anderen Seite aber kein Geld für Überstunden und gezielte
Ausbildung." Er appelliert in Richtung Bundesregierung und Minister
Darabos: "Geben wir den jungen Männern eine gute vernünftige
Ausbildung in den sechs Monaten, denn diese sechs Monate sind keine
verlorene Zeit!"

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0133 2010-09-22 10:47 221047 Sep 10 FPK0005 0370



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