• 13.09.2010, 10:49:35
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Selbsternannter Experte hetzt in Medien gegen Tierschutz

VGT: "Steve Solley macht sich aus persönlichen finanziellen Interessen mit Falschaussagen wichtig"

Wien (OTS) - In den letzten 10 Tagen brachten Medien zwei
Interviews mit einem selbsternannten Experten zu sogenanntem "Tier-
und Umweltschutz-Terrorismus", Steve Solley, in denen dieser Gesetze
fordert, die Tierschutz-Kampagnen verbieten sollen. Laut eigenen
Angaben würde er davon leben Firmen zu beraten, wie man sich der
Kritik von TierschützerInnen entziehen könne, u.a. empfiehlt er, mit
Tierschutzorganisationen nicht in Diskussion zu treten. Der VGT sieht
nicht nur die Aussagen dieses angeblichen Experten kritisch, sondern
auch den "Zufall", dass dieser Mann mitten während des
Tierschutzprozesses plötzlich seine Thesen verbreitet.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch dazu: "Dieser selbsternannte
Experte verbreitet Unwahrheiten, offenbar um sich interessant zu
machen. So behauptet er, in Österreich würden Chefs von
Fast-Food-Ketten bedroht und in der Lebensmittelindustrie gäbe es
zahlreiche Opfer, obwohl nichts dergleichen der Wahrheit entspricht.
Weder den jährlichen Verfassungsschutzberichten noch den Ergebnissen
der berühmten SOKO sind derartige Angaben zu entnehmen. Auf den
Vorhalt, dass sich statistisch keine Zunahme, sondern, im Gegenteil,
eine Abnahme bei Straftaten aus dem Tierschutzbereich zeigt, die noch
dazu viel harmlosere Aktivitäten und in viel geringerem Ausmaß als zu
anderen politischen Themen wie Rechtsradikalismus betreffen, meinte
Herr Solley, dass die von ihm prognostizierte Zunahme in immer
rascheren Schritten in Zukunft plötzlich kommen werde. Die
Innenministerin hat allerdings das Gegenteil verbreitet."

Und weiter: "Laut Solley würden sich immer mehr Tierschutzvereine
in Österreich, u.a. in Linz, einem 'Terror-Netzwerk' anschließen. Die
Tierschutz-SOKO hat weder in Linz noch in ganz Oberösterreich auch
nur eine Person, geschweige denn einen Verein, verdächtigt, obwohl
sie mit Verdächtigungen nicht gerade zimperlich war. Ich bin
jederzeit bereit, mit Herrn Solley an einem runden Tisch oder in
einer öffentlichen Debatte diese Fragen zu diskutieren. Wie ich aber
solche Wichtigtuer kenne, wird er sich dieser Diskussion entziehen."

Und DDr. Balluch schließt: "Solley geht in seinen Forderungen so
weit, dass er jede Tierschutzkampagne verboten sehen will. Beim
Anzeichen einer Kampagne, so empfiehlt er, soll die Polizei
eingeschalten und jedes Gespräch mit den Tierschutzorganisationen
vermieden werden. Ich frage mich, welches Demokratieverständnis Herr
Solley hat. Was ist, seiner Meinung nach, eigentlich die Rolle von
Tierschutzorganisationen? Natürlich müssen sie im Interesse der Tiere
Politik und Firmen unter Druck setzen, tierfreundlicher zu werden.
Das ist ihre ureigenste Aufgabe."

Rückfragehinweis:
DDr. Martin Balluch, Tel.: 01/9291498, Email: [email protected]
Verein Gegen Tierfabriken, Email: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VGT

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