- 08.09.2010, 13:16:07
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WWF fordert Moratorium für Wasserkraftausbau
Keine Steuergelder für Naturzerstörung
Wien (OTS) - Der WWF begrüßt die heutige Mahnung von
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter, dass österreichische
Steuergelder nicht für die Naturzerstörung Österreichs eingesetzt
werden dürfen.
Der WWF fordert nun ein Moratorium zum Stopp des Ausbaus der
Wasserkraft, bis der in Ausarbeitung befindliche
Bundeskriterienkatalog die weitere Nutzung von Österreichs Flüssen
ohne Raubbau an der Natur regelt.
Die Kapitalerhöhung der Bundesregierung für den Verbund muss dringend
an Auflagen gebunden werden. "Österreichs Natur-Kapital steht auf dem
Spiel. Nur noch 20 Prozent unserer Flüsse sind in einem naturnahen
Zustand", erinnert Christoph Walder vom WWF.
Der WWF fordert daher, dass keine intakten Fließstrecken und
Schutzgebiete durch diese Bundesmittel angetastet werden dürfen. "Es
wäre ja noch schöner, wenn Österreichs Flüsse nun durch Steuergelder
zerstört werden, obwohl der Verbund zu den reichsten
Strom-Unternehmen Europas zählt", so Walder.
Umweltminister Berlakovich muss ein deutliches Signal für den Erhalt
unserer letzten verbliebenen natürlich erhaltenen Flussstrecken
setzen, und glaubwürdig gegen den strategielosen Ausbau der
Wasserkraft eintreten.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 0676/83 488 203
Christoph Walder, WWF-Flussexperte, Tel. 0676/92 55 430
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