• 04.09.2010, 20:00:08
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Krankenhäuser unter ein Dach - von Mario Zenhäusern

Nur eine zentrale Koordination der Krankenhäuser bewahrt das Tiroler Gesundheitssystem vor dem Finanzkollaps.

Innsbruck (OTS/TT) - Die Tiroler Bezirkskrankenhäuser stecken in
der Zwickmühle. Die leistungsorientierte Finanzierung zwingt sie zu
einem möglichst breit gefächerten Angebot. Nur so sind sie in der
Lage, zusätzliche Einnahmen zu generieren und damit die Zuschüsse der
Gemeinden so klein wie möglich zu halten.

Aber diese Politik, dass jeder Krankenhauserhalter in erster Linie
auf sich selbst schaut, produziert ein medizinisches Überangebot.
Doppelgleisigkeiten sind die logische Folge. Dieser Weg führt
geradeaus in die totale Unfinanzierbarkeit.

Die Anforderungen an das Gesundheitssystem der Zukunft sind klar:
Solide Grundversorgung in den Bezirken, Spitzenmedizin in
ausgewählten Zentren. Das bedingt eine zentrale Koordination. Aber
alle Versuche, die Gesundheitspolitik in diese Richtung zu lenken,
scheiterten bisher am kategorischen Nein der Bürgermeister, die in
den meisten Fällen auch Krankenhauserhalter sind.

Wenn jetzt Gemeindeverbandspräsident Ernst Schöpf darüber zu
diskutieren bereit ist, alle Tiroler Krankenhäuser unter einem Dach
zu vereinen, ist das mehr als ein Schritt in die richtige Richtung.
Das ist ein Paradigmenwechsel - und die einzige Möglichkeit, um unser
Gesundheitssystem vor dem Finanzkollaps zu bewahren.

Rückfragehinweis:
Tiroler Tageszeitung, Chefredaktion , Tel.: 05 04 03 DW 610

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