- 04.09.2010, 13:02:21
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Graf: Karls Vorschläge zu Lehrveranstaltungsgebühren sind nur Stückwerk
Wir brauchen eine Gesamtreform, die den freien Hochschulzugang sichert
Wien (OTS) - "Ich vermisse weiterhin jeden Ansatz einer
Gesamtreform im Universitätswesen mit dem Ziel, den freien
Hochschulzugang sicherzustellen", stellt FPÖ-Wissenschaftssprecher
NAbg. Martin Graf zu den heutigen Aussagen von
Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (ÖVP) im Ö1-Mittagsjournal fest.
Karl zerbreche sich den Kopf zu sehr über Detailfragen, verliere aber
dabei das große Bild aus den Augen.
Den Vorschlag, anstelle von Studiengebühren künftig
Lehrveranstaltungsgebühren einzuheben, bezeichnet Graf als Stückwerk.
Er zweifelt auch daran, dass es dafür eine Einigung in der Regierung
geben werde: "Wie ich den Zustand dieser Koalition beurteile, wird da
wieder nichts weitergehen." Das von Karl propagierte
Geld-zurück-Modell, wenn Studenten die gewählten Lehrveranstaltungen
aus Platzgründen nicht besuchen können, sei zudem das Eingeständnis,
sich nicht für Verbesserungen der Studienbedingungen einsetzen zu
wollen. "Da geht es nur um das Stopfen von Budget-Löchern. Für eine
solche Politik sind die Freiheitlichen nicht zu haben", hält Graf
fest.
Unabhängig von Studienbeiträgen müsse der Staat jedenfalls auch
selbst Geld in die Hand nehmen, um die Universitäten aus ihrer Krise
zu befreien und Bildung all jenen jungen Menschen zur Verfügung zu
stellen, welche die Voraussetzungen dafür durch Matura oder
Studienberechtigungsprüfung erfüllen. Karls Hoffnung, mit dem
nächsten Budget mehr Geld für Wissenschaft und Forschung zu bekommen,
werde sich jedoch vermutlich nicht erfüllen: "Nicht umsonst wird das
Budget bis nach den Landtagswahlen versteckt. Auch in diesem Bereich
ist ein dramatischer Kahlschlag zu befürchten."
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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