- 02.09.2010, 13:24:33
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Kadenbach: Landwirtschaft braucht dringend gerechtere Einkommen und faire Preise
Hochqualitative Lebensmittel zu fairen Preisen für die Konsumenten sicherstellen Wien (OTS/SK) - Angesichts der aktuellen Diskussion um die finanziellen Förderungen von landwirtschaftlichen Großbetrieben, Stiftungen und Industriebetrieben fordert die sozialdemokratische EU-Abgeordnete Karin Kadenbach gerechtere Einkommen in der gesamten Landwirtschaft und faire Preise für die Konsumentinnen und Konsumenten. "Wir brauchen dringend ein rasches Umdenken in Richtung gerechte und faire Verteilung in der Wertschöpfungskette", so Kadenbach. Kommende Woche wird im Europäischen Parlament in Straßburg über eine Verbesserung der Funktionsweise der Lebensmittelversorgungskette in Europa abgestimmt. "Es geht dabei um eine wesentliche Verbesserung der Lebensmittelversorgung in Europa", betont Kadenbach. **** Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit, bedauert, dass die zum Teil hohen Preise, die von den Verbrauchern gezahlt werden, in keinem Verhältnis zu den Preisen stehen, die den europäischen Landwirten gezahlt werden. "Wir fordern die EU-Kommission auf, in allen Mitgliedstaaten die Auswirkungen von erheblichen Marktdurchdringungen durch einige dominierende Einzelhandelsunternehmen zu untersuchen", so Kadenbach. Darüber hinaus wird in diesem Bericht des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung gefordert, dass gegen den Missbrauch der Nachfragemacht im Rahmen der europäischen Lebensmittelversorgungskette vorgegangen werden soll, strenge Regulierungsmaßnahmen gegen weltweite Spekulationen mit Lebensmitteln gefordert, wobei besonderes Augenmerk auf die Situation der Entwicklungsländer zu legen ist, um deren Selbstversorgung mit Lebensmittel nicht zu gefährden. Die kürzlich entstandene Diskussion von hohen Forderungen an die Industrie sind laut Kadenbach ebenfalls zu hinterfragen. "Die hohen öffentlichen Mittel, die die europäischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler vor allem für die Aufrechterhaltung eines europäischen Agrarmodells bereit sind aufzubringen, müssen allerdings auch eine gerechtere Verteilung der Agrarsubventionen zur Folge haben und müssen zu gerechten Preisen für die kleinbäuerlichen Produzenten, aber auch zu hochqualitativen Lebensmitteln zu fairen Preisen für die Konsumentinnen und Konsumenten führen", so Kadenbach abschließend. (Schluss) bj/rl Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, e-mail: [email protected] Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/199/aom *** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT *** OTS0177 2010-09-02/13:24 021324 Sep 10
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