• 02.09.2010, 08:56:34
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FPÖ zu Sarazzin: Intelligenz ist nicht vererbbar

Hofer pocht auf Grundsatz der Säkularisierung

Wien (OTS) - FPÖ-Vizeparteiobmann Norbert Hofer äußert sich
skeptisch zu den Aussagen des Mitglieds der Deutschen Bundesbank
Thilo Sarrazin im Zusammenhang mit den Problemen einer gescheiterten
Zuwanderungspoltiik in der BRD. Sarazzin hatte behauptet, dass
Intelligenz vererbbar sei und die BRD aufgrund ihrer
Zuwanderungspolitik "dümmer" werde.

Hofer ist für die Programmatik der größten Oppositionspartei in
Österreich verantwortlich und kann sich mit den Aussagen Sarrazins in
weiten Teilen nicht identifizieren.

Hofer: "Ich halte fest, dass viele Persönlichkeiten, die heute für
die Geschichte Österreichs exemplarisch als Leistungsträger stehen,
aus Familien stammen, die vorab keinerlei Besonderheiten erkennen
ließen. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass die Nachfahren
von Wolgang Amadeus Mozart oder anderer Würdenträger unserer
Geschichte durch besondere außergewöhnliche Talente geglänzt hätten.
Für mich steht daher fest, dass Intelligenz oder gar Genie nicht
unbedingt vererbbar sind."

Größtes Verständnis hat Hofer jedoch dafür, dass Sarrazin vor einer
überübordententen Zuwanderungspoltik warnt: "Ich poche daher auf den
Grundsatz der Trennung von Staat und Religion in unserem Land. Klar
ist, dass unsere Verfassung und unsere Gesetze über religiösen Dogmen
stehen. Dies betone ich ausdrücklich in Richtung der immer größer
werdenden islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich. Männer und
Frauen haben in Österreich gleiche Rechte und gleiche Pflichten.
Keine Religionsgemeinschaft hat das Recht, sich über unsere
Verfassung und unsere Gesetze zu erheben. Prediger oder Radikale, die
eine diametral andere Ansicht vertreten, die Menschen in unserem
Land aufhetzen, haben das Gastrecht in unserem Lande verloren und
sind umgehend auszuweisen."

Österreich, so Hofer, ist eine der lebenswertesten Staaten der Welt.
Dies soll so bleiben: "Wir haben keinerlei Interesse daran, Hass und
Zwietracht in unser Land zu importieren. Wer also nach Österreich
einwandert, hat zu akzeptieren, dass Religion Privatsache ist und
unsere Gesetze und unsere Verfassung zu achten sind."

Rückfragehinweis:

Freiheitlicher Parlamentsklub
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