- 01.09.2010, 10:59:45
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Überstunden: Wer anschafft, muss zahlen!
Reduktion der Überstunden Voraussetzung für mehr Arbeitsplätze
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Wien (OTS/ÖGB) - "Auch wenn weniger Menschen arbeitslos sind als
noch vor einem Jahr, muss die Arbeitsmarktpolitik weiter Priorität
haben", fordert Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB: "Das
Gesetz gegen Lohn- und Sozialdumping muss so schnell wie möglich
beschlossen werden, damit es mit Auslaufen der EU-Übergangsfristen
Ende April in Kraft treten kann. Und die vorhandene Arbeit muss
gerechter verteilt werden - durch Reduktion der Überstunden."++++
Inklusive SchulungsteilnehmerInnen waren Ende August 281.263 Personen
arbeitslos gemeldet. Das bedeutet einen Rückgang der Arbeitslosigkeit
im Vergleich zum August des Vorjahres um 5,1 Prozent. Aber auch für
die betroffenen Menschen gab es Verbesserungen: Die
bedarfsorientierte Mindestsicherung, die heute in Kraft tritt, ist so
geregelt, dass sie die Rückkehr in den Arbeitsmarkt erleichtert.
Gleichzeitig gibt es Verbesserungen bei der Notstandshilfe. "Als
nächster Schritt ist die Erhöhung des Arbeitslosengeldes notwendig",
fordert Achitz.
Überstunden teurer machen
Im Europavergleich arbeiten die ÖsterreicherInnen mit Abstand am
längsten, nämlich 42,9 Stunden pro Woche. "Wenn man Überstunden
weniger attraktiv machen möchte, dann müssen sie vor allem für den
Arbeitgeber teurer werden, denn von dem werden sie angeordnet",
verlangt Achitz: "Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hingegen
können nicht einfach, wenn es ihnen passt oder sie mehr Geld
brauchen, länger dableiben und Überstunden verrechnen."
Überstunden-Abgabe für AMS und Gesundheitssystem
Achitz fordert die Einführung einer Überstundenabgabe. Arbeitgeber,
die Überstunden anordnen und damit verhindern, dass mehr Leute in
Beschäftigung kommen, sollten eine Abgabe zahlen, die zur einen
Hälfte an das AMS ur Finanzierung der aktiven Arbeitsmarktpolitik
fließt. "Davon profitieren die Unternehmen, etwa in Form von
Einstellungsförderungen", so Achitz. Die andere Hälfte der Abgabe
soll dem Gesundheitssystem zugute kommen. Achitz: "Überstunden
verursachen ja auch hohe Kosten. Studien belegen, dass überlange
Arbeitszeiten krank machen."
Strafen für Lohndumping
Ab Mai 2011 dürfen die BürgerInnen aus den neuen EU-Ländern in
Österreich arbeiten. Um das Unterlaufen des heimischen Arbeitsrechtes
zu vermeiden, muss das Gesetz gegen Lohn- und Sozialdumping
schnellstens beschlossen werden. "Die Österreichischen
Kollektivverträge gelten auch für ArbeitnehmerInnen aus dem Ausland.
Das Gesetz sieht erstmals Kontrollen und Strafen für Unternehmer vor,
die sich mit Sozialdumping einen Wettbewerbsvorteil erschleichen
wollen", sagt Achitz.
Rückfragehinweis:
ÖGB Öffentlichkeitsarbeit Florian Kräftner (01)53 444-39 264 [email protected] www.fairteilen.at www.facebook.at/fairteilen
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