- 01.09.2010, 09:56:25
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FPÖ-Belakowitsch-Jenewein: Nur 4 Prozent unserer Kinder sind gesund!
Wien (OTS) - "Angesichts der Tatsache, dass nur mehr bei 4 Prozent
aller Jugendlichen der Gesamtgesundheitszustand als "sehr gut"
bezeichnet werden kann, muss der Gesundheitsminister endlich
aufwachen und handeln!", forderte heute die freiheitliche
Gesundheitssprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein.
Besonders verschiedene Formen von Suchtverhalten seien im Vormarsch,
so Belakowitsch-Jenewein. Neben Handysucht, seien es vor allem
Essstörungen, an denen viele Jugendliche leiden. Stress,
Überforderung, die schlechte Wirtschaftslage, aber auch mangelnde
Zeit der Eltern trieben immer mehr Kinder und Jugendliche in die
Isolation. Häufig werde das Mobiltelefon zum einzigen
Kommunikationsmittel. "Viele junge Menschen versuchen damit Ihre
Einsamkeit und Sprachlosigkeit zu kompensieren. Der Übergang zur
Telefonsucht wird dabei kaum bemerkt. Auch vielen Eltern ist dieses
Problem nicht bewusst!", warnte Belakowitsch-Jenewein.
Auch die Ursachen für die Essstörungen lägen oft schon in der
frühesten Kindheit. Berufliche Überforderung und Überbeanspruchung
der Eltern ließen oft wenig Raum für eine gesunde kindliche
Entwicklung. Es bleibe keine Zeit für Emotionen und Konflikte. Die
Folgen seien mangelndes Selbstwertgefühl und mangelnde
Selbstständigkeit, die den perfekten Nährboden für psychische
Erkrankungen und Essstörungen bildeten, so Belakowitsch-Jenewein.
"Trotz der stetig steigenden Zahl dieser Erkrankungen, gibt es
weiterhin zu wenige Psychotherapie auf Krankenschein, im Bereich der
Kinder- und Jugendpsychiatrie besteht eine enorme Mangelversorgung",
so Belakowitsch-Jenewein.
"Gesundheitsminister Stöger muss endlich aktiv werden und
entsprechende Maßnahmen setzten, um einerseits ausreichende
Versorgung im niedergelassenen Bereich und in der Psychotherapie zu
garantieren, zum anderen müssen die Schulärzte, auf denen heute die
Hauptlast liegt endlich aufgewertet und entlastet werden", so
Belakowitsch-Jenewein.
"Als Gesundheitsminister sollte er auch seine ideologischen
Scheuklappen abnehmen und die gesellschaftlichen Fehlentwicklungen
deutlich anprangern. Fremdbetreuung für unter Dreijährige darf nur
die Ausnahme darstellen, ebenso wie ganztägige Betreuungsformen! Es
ist Aufgabe eine Gesundheitsministers, der sich der Gesundheit der
Menschen verpflichtet fühlt, offen die Probleme anzusprechen.
Schweigen, Stögers Lieblingsausdrucksweise, ist jedenfalls nicht
zielführend!", so Belakowitsch-Jenewein.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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