• 27.08.2010, 11:37:54
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GPA-djp-Proyer fordert sachlichere Diskussion um Arbeitszeit und Überstunden

Wirtschaft bringt derzeit nur Vorschläge zu Lasten der ArbeitnehmerInnen

Wien (OTS/ÖGB) - "Es war leider zu erwarten, dass Mitterlehner,
Leitl, Gleitsmann und Co. auch die aktuelle Diskussion um die
Überstunden dafür nützen, ihre alten Arbeitszeitmodelle aufzuwärmen,
die nur ein Ziel haben - ArbeitnehmerInnen um ihr hart erarbeitetes
Geld zu bringen", kommentiert der stv. Bundesgeschäftsführer der
GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus,
Papier), Karl Proyer: "Ich bin auch neugierig auf das Rechenmodell
der Wirtschaft, wie man länger durchrechnen soll, ohne dass es die
ArbeitnehmerInnen Geld in Form der abkassierten Überstundenzuschläge
kostet".

Es gehe in dieser Diskussion überhaupt nicht darum, Überstunden
generell abzuschaffen oder zu verbieten, so Proyer. "In Österreich
werden die meisten Überstunden Europas geleistet. Es geht daher
darum, diese besser zu verteilen und vor allem auf ein Maß zu
reduzieren, das die Arbeitsbelastung und die gesundheitlichen
Konsequenzen
berücksichtigt", so Proyer weiter.
Dass eine vernünftigere Verteilung bzw. Reduzierung der Überstunden
Beschäftigungsimpulse setzt, sei eigentlich unbestritten,
argumentiert man in der GPA-djp. Es müsse daher doch möglich sein,
bei den wichtigen Kollektivvertragsverhandlungen im Herbst
vernünftige Lösungen auszuverhandeln.

Auch das Beispiel der Zeitkonten zeige ganz deutlich, dass die
Diskussion um die Arbeitszeit dringend eine sachlichere Ebene
brauche, appelliert Proyer abschließend an die Wirtschaft: "Die
österreichischen ArbeitnehmerInnen haben Zeitguthaben im Gegenwert
von rund 1,5 Mrd. Euro angehäuft, über deren Verbrauch die Wirtschaft
z. B. über längere Durchrechnungszeiträume ganz alleine bestimmen
will, obwohl dies gar nicht ihr Geld, sondern das Geld der
ArbeitnehmerInnen ist. Es braucht daher eine längst fällige
Diskussion über die Qualität der Arbeitszeit, um neue Lösungen für
die ArbeitnehmerInnen zu erreichen".

Rückfragehinweis:
GPA-djp-Öffentlichkeitsarbeit
Litsa Kalaitzis
Tel: 0676 817 111 553
E-Mail: [email protected]
Web: www.gpa-djp.at

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