• 24.08.2010, 13:33:11
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Grüne laden zum Treffen der Copyright Gegner

Vom Drama zur Farce - Unseriöse Diskussion mit unerwartetem Nachspiel

Wien (OTS) - Die Diskussion "Kunst im digitalen Zeitalter", die
auf Initiative der Wiener Grünen am 19. August in Wien stattfand,
ließ zu keinen nennenswerten neuen Erkenntnissen kommen. Das
Sommergespräch hätte ein sinnvoller Austausch verschiedener Meinungen
und Positionen werden können, stattdessen schaukelten sich die
Diskutanten des wenig ausgewogenen Podiums mit
Marktwirtschaft-Bashing hoch. Dies wird u.a. auch im Resümee der ORF
Futurezone http://futurezone.orf.at/stories/1658076/ deutlich. Ein
typisches Zitat daraus zeigt das Niveau: "Warum sollte ich für den
Britney-Spears-Mindfuck bezahlen?" Sehen so seriöse politische
Diskussionen aus?

VAP-Generalsekretär Dr. Werner Müller hatte wegen der
überraschenden Teilnahme des in erster Instanz verurteilten Pirate
Bay-Gründers Peter Sunde seine Teilnahme als Film- und
Musikindustrie-Vertreter abgesagt:
http://www.ots.at/redirect/marcoschreuder

Der zur Veranstaltung eingeladene Mitgründer des
Tauschbörsen-Trackers "The Pirate Bay" wurde vom schwedischen Gericht
in erster Instanz (es gilt die Unschuldsvermutung) für schuldig
befunden, den Zugang zum illegalen Angebot optimiert und
kommerzialisiert zu haben. In der Diskussion in Wien sah Sunde die
Einnahmensverluste der Contentindustrie infolge der Piraterie als
"ihr Problem", erwähnte jedoch die vom Gericht festgestellte
Bereicherung auf Pirate Bay bezeichnenderweise nicht.

Jetzt hat Sunde ein Problem: der Medieneklat aufgrund seiner
Teilnahme an der Grünen-Diskussion führte dazu, dass sein
Aufenthaltsort bekannt wurde und der Vertreter der niederländischen
Anti-Piraterie-Organisation BREIN, Tim Kuik nach vergeblichen
Zustellungsversuchen in Holland, einen Gerichtsbescheid an den
verurteilten Peter Sunde persönlich und in aller Öffentlichkeit
überreichen konnte:
http://www.ots.at/redirect/torrentfreak

Immerhin hat ein Gericht in Amsterdam die drei Gründer von Pirate
Bay wegen Nichtbefolgung des Gerichtsbeschlusses zu täglichen (!)
Pönalen von 50.000.- Euro verurteilt.

Die Umstände der niederländischen Urteilszustellung und die
hinlänglich dokumentierte Diskussion bestätigen Müller in seiner
Entscheidung, unter diesen Umständen auch den Diskurs zu verweigern.
"Leute wie Sunde lehnen Urheberrechtsschutz dem Grunde nach ab und
erkennen damit auch dem Künstler letztlich die selbstständige
Entscheidung über die Verwertung seines Werks ab. In einer seriösen
politischen Diskussion ist die Legitimierung dieser Positionen und
der dahinterstehenden Personen kontraproduktiv."

Im Übrigen: Zwei neue Universitätsstudien bestätigen, dass die
Inhalte auf P2P-Tauschbörsen fast ausschließlich illegalen Ursprungs
sind:
http://www.ots.at/redirect/freedom und
http://www.ots.at/redirect/theaustralian

Rückfragehinweis:

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   1100 Wien, Columbusgasse 2
   Tel: (+43 1) 604 01 26
   Mobil: (+43) 699 1010 1617
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   www.pyrker.com

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