• 24.08.2010, 10:05:53
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SPÖ Kaiser: Unsere Kinder brauchen eine moderne, zeitgemäße Ausbildung

SPÖ Kärnten fordert universitäre Ausbildung aller Pädagogen, Aufhebung der 10 Prozent Grenze bei NMS, eine Ganztagsschule pro Bezirk und neue Arbeitszeitmodelle für Lehrer.

Klagenfurt (OTS) - Als wichtig erachtet der Vorsitzende der
SPÖ-Kärnten, LHStv. Peter Kaiser, die aktuelle Bildungsdebatte.
Berücksichtigt müsse dabei aber werden, dass Einzel- und
Machtinteressen nicht die gesamte Bedeutung dieses Themas überlagern
dürfen.

"Unsere Kinder brauchen eine moderne, zeitgemäße Ausbildung", betont
Kaiser und hält als Voraussetzungen dafür seitens der SPÖ-Kärnten
folgende Forderungen fest:

- Eine universitäre Ausbildung aller Pädagoginnen und Pädagogen ist
bei jeder Weiterentwicklung des Bildungssystems unverzichtbar.
Kärnten hätte mit der Alpe Adria Universität und der pädagogischen
Hochschule die besten Voraussetzung dazu, in einem gemeinsamen
Pilotprojekt die Lehrerausbildung auf völlig neue Beine zu stellen
und so eine Vorreiterrolle in Österreich einzunehmen.

- Aufhebung der 10 Prozent-Grenze bei der Neuen Mittelschule und
deren Weiterentwicklung als erster schritt zu einer gemeinsamen
Schule der 6 bis 14jährigen.

- Umsetzung der Forderung nach mindestens einer Ganztagesschule pro
Bezirk.

- Neue Arbeitszeitmodelle und Schaffung neuer Arbeitsplätze in
Schulen: Nachdem der Altersdurchschnitt bei Pädagogen deutlich über
50 Jahren liegt und es in absehbarer Zeit zu einer
Pensionierungswelle kommen wird, muss jetzt die Chance genutzt
werden, neue Arbeitsmodelle für Lehrer, die Schaffung neuer
Arbeitsplätze am Standort Schule, basierend auf einem neuen Dienst-
und Besoldungsrecht unter Einbeziehung der Interessensvertretungen zu
konzipieren.

"Beispielsweise könnte die Anzahl der Stunden, die Lehrer in der
Klasse verbringen, bei ihrem Diensteintritt erhöht und dafür mit
Fortdauer ihrer Lehrverpflichtung verringert werden", konkretisiert
Kaiser als gelernter Bildungssoziologe seine Vorstellungen von einem
neuen Arbeitszeitmodell.

Generell spreche er, Kaiser, sich gegen eine Frontenbildung aus.
Diese sei kontraproduktiv und entwicklungshemmend.

"Es muss jedem einzelnen Beteiligten in der Diskussionsführung
bewusst sein, dass Bildung und Ausbildung das wichtigste Kapital für
die Zukunft unsere Kinder und Jugendlichen sind. Und das darf nicht
durch die Jagd nach einer schnellen Schlagzeile aufs Spiel gesetzt
werden", mahnt Kaiser abschließend.

Rückfragehinweis:
SPÖ Kärnten
Klagenfurt

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