OTS0138 / 20.08.2010 / 12:39 / Channel: Politik / Aussender: Grüne Wirtschaft
Stichworte: FPÖ / Grüne Wirtschaft / Innenpolitik / Landtagswahl Wien / Tourismus


Grüne Wirtschaft Wien: Straches Xenophobie schadet dem Wiener Tourismus.


Utl.: FPÖ-Wahlkampfplakate sind nicht nur rassistisch, sie sind auch eine
      ökonomische Dummheit. =

   Wien (OTS) -  "Straches fremdenfeindliche Wahlkampfplakate schaden
dem Image der Tourismusstadt Wien massiv und damit den 13.500
Tourismusbetrieben mit ihren rund 70.000 Beschäftigen", gibt Hans
Arsenovic, Landessprecher der Grünen Wirtschaft Wien und
Spartenobmannstellvertreter der Wirtschaftskammer Wien, zu bedenken. 

Der Städtetourismus lebt von Vielfalt und Offenheit. "Wird sich aber
ein Gast in Wien wohlfühlen, wenn er in die Stadt kommt und ihm durch
den Slogan "zuviel Fremdes tut niemand gut" mitgeteilt wird, dass
Fremde hier eigentlich nicht willkommen sind?", fragt sich Arsenovic,
der auch Mitglied in der Wiener Tourismuskommission ist.
"Hier hat es die FPÖ leider wieder einmal geschafft, einen an sich
unverdächtigen und traditionsreichen Ausdruck wie "Wiener Blut" in
einen rassistischen Kontext zu setzen und ihn damit ihn Misskredit zu
bringen."

Jährlich verzeichnet Wien rund 10 Millionen Nächtigung mit einem
Umsatz von 500 Millionen Euro. Die gesamt erzielte Wertschöpfung
durch den Tourismus beträgt rund vier Milliarden Euro. Im
Kongress-Tourismus ist Wien sogar weltweit die Nummer eins.
"Auch hier werden die Veranstalter von internationalen Kongressen
vielleicht irgendwann die Konsequenzen ziehen, wenn die Stadt
regelmäßig mit fremdfeindlichen Plakaten zugepflastert wird", sagt
Arsenovic.
Und schließlich kommen aus dem arabischen Raum jährlich zahlreiche,
zahlungskräftige Touristen. "Auch sie könnten irgendwann auf die
islamfeindlichen Töne der FPÖ reagieren."

"Die offene Fremdenfeindlichkeit der FPÖ und das ständige Nachgeben
der beiden Großparteien in diese Richtung können für den Wiener
Tourismus und den Arbeitsplätzen in der Branche noch ernste
Konsequenzen haben", warnt Hans Arsenovic. 

Rückfragehinweis:
   Grüne Wirtschaft
   Pressestelle
   Mag. Inge Hausbichler
   Email: inge.hausbichler@gruenewirtschaft.at
   Tel.: 0664 / 831 74 23


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