• 10.08.2010, 12:03:41
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WWF: Österreich muss sich besser auf Wölfe vorbereiten

Innbruck, Wien (OTS) - Im Zusammenhang mit den Hinweisen auf einen
Wolf im Tiroler Bezirk Kufstein, weist der WWF darauf hin, dass in
Zukunft verstärkt mit dem Auftreten dieser Wildtiere in Österreich zu
rechnen ist. Die Wölfe breiten sich seit rund 10 Jahren wieder auf
natürliche Weise aus Italien, dem Balkan und Nordosteuropa in
Mitteleuropa aus und erreichen somit sporadisch auch Österreich. Der
WWF geht von etwa drei bis fünf Tieren in den Bundesländern NÖ,
Steiermark und Kärnten aus.

"Jetzt ist noch Zeit, sich auf die Wölfe in Österreich vorzubereiten,
und fachlich fundierte Entscheidungen für den Umgang mit den
Beutegreifern zu treffen", erklärt Christoph Walder vom WWF. Während
dem Naturschutz die Aufgabe zukommt, den "Brückenkopf Österreich" für
die Vernetzung der mitteleuropäischen Wölfe offen zu halten, müssen
die Behörden Vorkehrungen für ein konfliktfreies Einwandern der
Wildtiere treffen.

Der WWF weist darauf hin, dass Wölfe als effiziente Jäger eine
wichtige Funktion im Ökosystem ausüben. So können sie sich positiv
auf die "Fitness" des Wildes auswirken und zur Verringerung von
Wildschäden in unseren Wäldern beitragen. Allerdings braucht es für
die erfolgreiche Rückkehr des Wolfes ein noch viel aktiveres
Management und eine professionelle Vorbereitung, die leider in
Österreich noch weitgehend fehlt.

Neben den laufenden und begrüßungwerten Aktivitäten der
Landesregierung im Zusammenhang mit dem derzeit durch Tirol
streifenden Wolf, muss noch stärker auf die international erprobten
Modelle von Herdenschutz und Prävention abgezielt werden. Auch eine
proaktive Öffentlichkeits- und Informationsarbeit sowie die
international akkordierte Beobachtung der Wanderbewegungen der Tiere
sind notwendig.

"Wir brauchen auch in Österreich rasch praktikable
Entschädigungsmodelle für die Betroffenen, wie sie in anderen Ländern
längst etabliert sind", sagt Walder vom WWF. In den nächsten Jahren
ist mit dem stärkerem Auftreten von Wölfen zu rechnen, wodurch sich
auch die Schäden an Haustieren mehren können. Nur durch eine fachlich
fundierte Herangehensweise kann die Akzeptanz für die Wiederkehr des
Wolfes erhöht und somit sein langfristiges Überleben gesichert
werden.

Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 0676/83 488 203, E-Mail: [email protected]
Christoph Walder, WWF Naturschutzexperte, Tel. 0676/92 55 430

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WWF

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