• 05.08.2010, 12:40:01
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Haubner: Hundstorfer scheint Pensionsproblematik langsam wahrzunehmen

Präventionsmaßnahmen alleine keine Lösung - ehest mögliches Ausschleifen der Hacklerregelung und nachhaltige Sicherung des Pensionssystems notwendig

Wien, 05. August 2010 (OTS) - Als "erste, zaghafte Anzeichen"
dafür, dass Sozialminister Hundstorfer die Pensionsproblematik doch
langsam wahrzunehmen scheine, deutet Wirtschaftsbund-Generalsekretär,
Abg.z.NR Peter Haubner die heute in der Tageszeitung "Die Presse"
thematisierten Arbeiten an einem Gesetzesentwurf zur Eindämmung der
Invaliditätspensionen. "Die nunmehr kolportierten Versuche, der
Problematik allein mittels eines Ausbaus der betrieblichen Prävention
Herr zu werden, sind allerdings bei weitem nicht ausreichend", so
Haubner. Prävention ist volkswirtschaftlich zweifellos als
wesentlicher Faktor zu betrachten. Ein Ausbau derselben ist daher
wünschenswert und notwendig, um Menschen gesund und länger in
Beschäftigung zu halten. Die dafür erforderlichen Mittel versickern
derzeit allerdings durch die bestehenden Fehlanreize für
privilegierte Frühpensionierungen. "Hier muss Hundstorfer endlich die
richtigen Hebel in Bewegung setzen. Dass sich der Sozialminister
offensichtlich damit Zeit lassen will, bis die Wahlen im Herbst
geschlagen sind, ist unverantwortlich. Denn die Rechnung müssen die
Steuerzahler begleichen", so der Generalsekretär weiter.

Der Run auf die Invaliditätspensionen sei nach wie vor ungebremst,
was zu einem Höchststand der Bezieherzahl im Juni von über 462.000
geführt habe. Die Mehrkosten alleine für die sogenannte
Hacklerregelung werden bis zum Jahr 2013 zwei Milliarden Euro
betragen - 700 Millionen Euro mehr als ursprünglich angenommen.
"Daher muss Hundstorfer so rasch als möglich einen echten Vorschlag
zum Ausschleifen der Hacklerregelung vorlegen", erneuert Haubner eine
wesentliche Wirtschaftsbund-Forderung. "Das vordringlichste Anliegen,
mit dem sich der Sozialminister schon längst intensiv beschäftigen
sollte, wären Maßnahmen zur nachhaltigen Sicherung des
Pensionssystems. Sonst wird es für die nächsten Generationen kein
staatliches Pensionssystem mehr geben und für die derzeitige
Generation an Pensionsempfängern keinen Spielraum mehr für
Inflationsanpassungen", erläutert Haubner.

Der Wirtschaftsbund habe klare Forderungen in Bezug auf eine
Erneuerung des Pensionssystems: "Längeres Arbeiten muss sich
finanziell lohnen, soll jedoch nicht zu einem frühzeitigen
Pensionsantritt führen. Schließlich gilt es, das tatsächliche
Pensionsantrittsalter rasch an das gesetzliche Pensionsantrittsalter
heran zu führen", betont der Generalsekretär. Der Wirtschaftsbund
spreche sich darüber hinaus für ein System aus, das ein Verbleiben im
Erwerbsleben über das Regelpensionsantrittsalter hinaus durch Anreize
und Belohnungen fördere. Eine Situation wie derzeit, in der etwa
535.000 Personen im Erwerbsalter bereits in Pension seien, sei
künftig unter keinen Umständen trag- und finanzierbar, so Haubner
abschließend.

Rückfragehinweis:
Österreichischer Wirtschaftsbund, Bundesleitung/Presse
Tel.: +43 (0)1 505 47 96 - 30
mailto:[email protected]
http://www.wirtschaftsbund.at

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