- 05.08.2010, 12:25:01
- /
- OTS0117 OTW0117
Kickl: Geringfügig Beschäftigte gehören überwiegend zu "working poor"
SPÖ und Sozialpartner fördern Arbeitsverhältnisse der dritten Klasse
Wien (OTS) - Als äußerst unschön sei die Rekordzahl der
geringfügig Beschäftigten in Österreich zu bezeichnen, kommentierte
heute FPÖ-Sozialsprecher NAbg. Herbert Kickl die Veröffentlichung der
aktuellen Zahlen für das erste Halbjahr 2010. Im März dieses Jahres
seien laut Angaben des Hauptverbandes der österreichischen
Sozialversicherungsträger sogar weit über 300.000 Menschen in dieser
Art eines Dienstverhältnisses gewesen.
Kickl erklärt in diesem Zusammenhang, dass es in den meisten Fällen
nicht die Arbeitnehmer seien, die Interesse an einem geringfügigen
Beschäftigungsmodell in der gegebenen Form hätten, sondern vielmehr
die Gewinnabsichten der Unternehmen hinter dem "Pushen" von derlei
Arbeitsverträgen stünden. Unter den Deckmäntelchen der sogenannten
"Flexicurity", wie die völlige Abhängigkeit der Arbeitnehmer von
einem Unternehmen auch bezeichnet werden könne, würden die Interessen
der betroffenen Arbeitnehmer an einer geregelten und überschaubaren
Arbeitszeit allzu gerne in den Hintergrund geschoben, kritisiert der
freiheitliche Sozialsprecher. Die Institution der geringfügigen
Beschäftigung werde nach seinem Erachten von Seiten der Regierung
allein im Interesse der jeweiligen Unternehmen forciert. Sie stelle
oftmals jedoch eine suboptimale Lösung für leistungswillige Menschen
dar.
Geringfügig Beschäftigte könnten zu einem überwiegenden Teil den
sogenannten "working poor" zugeordnet werden. Deshalb sei, so Kickl,
angesichts der dazukommenden massiven Arbeitslosenzahl in Österreich
durch die knapp 300.000 geringfügig Beschäftigten ein Kaschieren der
Tatsache passiert, dass nämlich alles in allem von einer enormen Zahl
tatsächlich armutsgefährdeter Menschen gesprochen werden könne. Er
attestiert den Sozialpartnern und der SPÖ jedenfalls völliges
Versagen. Sie würden sich in dieser Frage wahrlich gegen
Arbeitnehmerinteressen stellen und Arbeitsverhältnisse der dritten
Klasse fördern.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FPK






