- 14.07.2010, 11:24:47
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WWF begrüßt Anzeige des Wilderers von Braunbär Roznik
Wilderei bedroht Bärenpopulation in Österreich
Wien/Klagenfurt. (OTS) - Der WWF begrüßt den Schritt der
zuständigen Behörden in Kärnten den Fall des Braunbären "Rosznik" nun
an die Staatsanwaltschaft zu übergeben. Der Bär wurde im Mai 2009
gewildert. Da der Bär einen Halsbandsender trug, konnte der Tatort
relativ gut eingegrenzt werden. Dies half auch bei der Ausforschung
des Täters.
"Das Land Kärnten und die Kärntner Jägerschaft haben sich in dieser
Sache richtig verhalten", lobt Christoph Walder die Bemühungen dem
Täter in Kärnten auf die Spur zu kommen. "Es wurde eindrucksvoll
gezeigt, dass es kein Kavaliersdelikt in Kärnten sein darf, wenn
streng geschützte Arten wie Braunbären gewildert werden."
Roznik war ein slowenischer Bär. Er hatte seinen Namen nach einem
Laibacher Bezirk bekommen, nachdem er in der Stadt in einem Park
herumspazierte. Daraufhin wurde er betäubt und mit einem
GPS-Satellitensender versehen. Ab diesem Zeitpunkt konnte
nachgewiesen werden, wo sich das Tier aufhält. Ende Mai 2009, kurze
Zeit nachdem er die Grenze nach Kärnten überquert hatte, erlosch das
Signal. Am 30. Mai 2009 zwischen 16 und 23 Uhr wurde er illegal
erlegt. Roznik war dreieinhalb Jahre alt und 90 Kilo schwer.
Braunbären zählen zu den strengstens geschützten Tierarten in der EU.
In den Alpen gibt es nur mehr rund 40 Tiere, einige Männchen leben
auch regelmäßig in Kärnten. In Österreich gibt es nur noch den
Braunbären Moritz, der auch hierzulande geboren ist. Die Kärntner
Bären stammen aus der Grenzregion zu Slowenien. Von allen anderen 31
in Österreich geborenen Bären sind 23 verschwunden. Die
niederösterreichische Polizei konnte bereits 2007 ein illegal
geschossenes Bärenjunges sicherstellen.
Rückfragehinweis:
MMag. Franko Petri, WWF Pressesprecher, Tel. 01-48817-231 oder 0676-83488231, Email: [email protected].
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