- 12.07.2010, 11:18:33
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748.000 Personen mit Schuldenproblemen
Schuldenberatungen präsentieren Schuldenreport 2010 und fordern rasche Umsetzung von Privatkonkursreformen und zusätzliche Finanzierung von Schuldenberatung.
Linz (OTS) - 9%, das sind 748.000 Personen leben in Österreich in
einem Haushalt mit Schuldenproblemen, über 50.000 suchen jährlich
Unterstützung bei anerkannten Schuldenberatungen. Das zeigen aktuelle
Daten im von der Dachorganisation der Schuldenberatungen
veröffentlichten Schuldenreport 2010.
Erstmals liegen neben Exekutions- und Konkurszahlen, sowie Daten zum
Klientel der Schuldenberatungen, auch Ergebnisse der Statistik
Austria zu Schuldenproblemen in Österreich vor.
Von Schuldenproblemen betroffen sind vor allem jüngere Personen
(bis 39 Jahre), Ein-Eltern-Haushalte, Familien mit Drei und mehr
Kindern, Drittstaatenangehörige, Personen mit geringer Ausbildung,
Mitglieder von Privathaushalten mit keiner bzw. eingeschränkter
Erwerbstätigkeit sowie Personen mit geringem Einkommen.
Bei den 52.600 Personen (+10,7%), die im Vorjahr von staatlich
anerkannten Schuldenberatungen unterstützt wurden, macht sich vor
allem die angespannte Lage am Arbeitsmarkt bemerkbar.
"Arbeitsplatzverlust bzw. Einkommensverschlechterung stellt gefolgt
von gescheiterter Selbständigkeit den Hauptgrund für Schuldenprobleme
dar", so Hans W. Grohs, Geschäftsführer der
Schuldenberatungs-Dachorganisation asb, "die Krise ist damit auch in
den Schuldenberatungen angekommen."
Notwendig sei deshalb eine Verbreiterung des Angebots der
Schuldenberatungen und Erleichterungen im Privatkonkurs, appelliert
Grohs an die Regierungsparteien, vor allem die schon lange geplanten
Privatkonkursreformen ohne Verzögerung umzusetzen.
"Banken, die im Zuge der Krise für sich selbst die Bedeutung von
Unterstützung in existenzbedrohenden Situationen erkannt haben und
darüberhinaus auch besonderen Nutzen aus der Tätigkeit von
Schuldenberatungen ziehen, sollten sich zukünftig, wie in anderen
Ländern bereits üblich, auch an der Finanzierung von Schuldenberatung
beteiligen", fordert Grohs. Ein Zehntel der an sie rückgeführten
Beträge sollte dem Erhalt und Ausbau dieser sozialen Dienstleistung
dienen, deren Finanzierung damit nicht länger ausschließlich zu
Lasten der öffentlichen Hand gehen müsste.
Schuldenreport 2010 zum Download: www.schuldenberatung.at
Rückfragehinweis:
ASB Schuldnerberatungen GmbH (www.schuldenberatung.at)
Dr. Hans W. Grohs, Tel. 0732-65 65 99, Mobil 0699-102 13 315; [email protected]
Dr.in Michaela Moser (PR-Büro), Mobil 0676-544 26 46;
[email protected]
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