- 01.07.2010, 10:26:56
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Kaske: Positive Signale am Arbeitsmarkt, aber noch nicht "über den Berg"
Qualifizierung für Arbeitslose weiterführen, Ausbildungsgarantie umsetzen
Wien (OTS/ÖGB) - Wien (vida/ÖGB). "Es ist schön, dass die
Arbeitslosigkeit erstmals seit langem - auch unter Berücksichtigung
der SchulungsteilnehmerInnen - sinkt. Von einer Trendwende am
Arbeitsmarkt zu sprechen, könnte aber verfrüht sein. Die Zahl der
Arbeit Suchenden ist nach wie vor sehr hoch, wir sind noch nicht über
den Berg", sagt vida-Vorsitzender und ÖGB-Arbeitsmarktsprecher Rudolf
Kaske zu den heute präsentierten Arbeitsmarktdaten für Juni 2010. Die
Qualifizierungsmaßnahmen müssten auch 2011 auf hohem Niveau
fortgeführt werden, verlangt Kaske. Zudem sei eine offensive
Strategie zur Bewältigung der Krise nötig statt Budgeteinsparungen
mit der Rasenmähermethode. ++++
Inklusive SchulungsteilnehmerInnen waren Ende Juni 284.610 Personen
als arbeitslos gemeldet. Das bedeutet einen Rückgang der
Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Juni des Vorjahres um 2,5 Prozent.
Kritisch sieht Kaske die für 2011 geplanten Einsparungen von rund 100
Millionen Euro bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik. "Qualifizierung
ist das Um und Auf in unserer Wissensgesellschaft und auch wichtig,
damit unsere Volkswirtschaft wettbewerbsfähig bleibt", sagt Kaske.
Von Einsparungen auf jeden Fall ausgenommen werden müssten die
Ausbildungsmaßnahmen für Jugendliche. "Die Ausbildungsgarantie der
Bundesregierung ist eine sinnvolle Maßnahme und muss in jedem Fall
fortgeführt werden", so Kaske.
"Obama hat recht, wenn er Europa vor einem Abwürgen des zarten
Wirtschafswachstums durch eine zu restriktive Budgetpolitik warnt",
erklärt der Gewerkschafter. Investitionen, die für unser Land nötig
seien und Arbeitsplätze schaffen, müssten jetzt angegangen werden,
fordert Kaske ein Impulsprogramm für Österreich. Darin enthalten
müsse der Ausbau des Angebots an Pflege und Betreuung sein sowie eine
Verbesserung des Öffi-Netzes. "Finanzminister Pröll hat gestern
kundgetan, er kann sich Änderungen bei den Steuerprivilegien der
Stiftungen vorstellen, aber das reicht bei weitem nicht. Damit die
Reichen einen fairen Beitrag an den Steuern zahlen, muss auch eine
Vermögenssteuer her. Dann ist genug Geld für die Budgetsanierung und
für Investitionen in die Zukunftsbereiche da", meint Kaske.
Rückfragehinweis:
vida Öffentlichkeitsarbeit
Martina Fassler
Tel: 01/53 444 79-260
[email protected]
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