• 28.06.2010, 12:13:13
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FPÖ-Unterreiner: Die Spanische Hofreitschule krankt

"Wir müssen gegen den Qualitätsverlust kämpfen!"

Wien (OTS) - "Die Spanische Hofreitschule befindet sich in einer
tiefen Krise. Fachleute und Freunde der Spanischen Hofreitschule
berichten von einem massiven Qualitätsverlust bei öffentlichen
Auftritten, von Maulbluten der Pferde, von Lahmheit und
offensichtlichen Reitfehlern. Die Prinzipien der klassischen Dressur
werden über Bord geworfen", zeigte FPÖ-Kultursprecherin NAbg.
Heidemarie Unterreiner in heute in einer Pressekonferenz auf.

Man nehme diesen Qualitätsverlust in Kauf, nur um finanzielle
Verluste auszugleichen, kritisierte Unterreiner scharf und erörterte
weiter: "Man verdoppelt Vorführungen mit dem gleichen Pferdestand und
überfordert damit die hochqualifizierten Pferde. Man stellt erfahrene
Oberbereiter, die ihr Wissen mündlich tradieren sollen, grundlos
dienstfrei und bestellt einen Dressurreiter zum neugeschaffenen
"Leiter der Reitbahn", obwohl Dressurreiten und die klassische Schule
der Spanischen Hofreitschule so wenig miteinander zu tun haben, wie
Bodenturnen mit Ballett."

Es sei das Gebot der Stunde, dass die Spanische Hofreitschule nicht
zum Touristenzirkus und zur vulgären Sportdressurstätte in
historischen Uniformen verkomme. Man dürfe nicht zuschauen, dass das
Kulturgut der Spanischen Hofreitschule verloren geht, so Unterreiner.

"Im Zuge der Ausgliederung im Jahr 2001 habe man zwar die Ziele genau
definiert, dabei aber übersehen, dass ein solches Unternehmen, bei
der Einhaltung dieser Vorgaben nicht positiv bilanzieren kann. Die
derzeitigen Geschäftsführer wollen ein über 400 Jahre gewachsenes
Kulturgut, wie ein Unternehmen gewinnbringend führen. Wenn man jedoch
das Gestüt Piber, welches für die Zucht der Pferde notwendig ist, als
Einheit mit der Spanischen Hofreitschule sieht, ist das nicht
möglich. Wir müssen erkennen wie wichtig die kulturhistorische
Bedeutung dieser Institution ist und was die Weltmarke "Spanische
Hofreitschule" für Österreich bedeutet. Der notwendige finanzielle
Aufwand um diese auf höchstem Niveau zu erhalten, steht in keinerlei
Verhältnis zu dem Verlust, den ein Ende des Österreichischen
Kulturgutes "Spanische Hofreitschule" nach über 430 Jahren darstellen
würde", stellte Unterreiner fest.

Die freiheitliche Kultursprecherin fordert daher:

- Für eine Kulturinstitution ersten Ranges müsse seitens der
Regierung genug Geld zur Verfügung gestellt werden, wie das im Gesetz
vorgesehen ist, damit einerseits die Spanische Hofreitschule ihrer
Tradition gerecht weitergeführt werden könne und das Gestüt Piber
seiner wichtigen Aufgabe als Zuchtbetrieb nachkommen könne.

- Fachleute, wie die beiden Oberbereiter müssten, so sie nicht
wirklich grobe Verfehlungen begangen hätten, sofort wieder eingesetzt
werden.

- Die aufgeblasene Führungsebene müsse wieder reduziert werden. Das
Gesetz müsse novelliert werden, denn es bedürfe keiner zwei
Geschäftsführer.

- Das kulturelle und künstlerische Interesse am Erhalt der
Hofreitschule müsste über Konzerninteressen gestellt werden.

- Die über Jahrhunderte perfektionierte Reitkunst gelte es "als unser
Kulturerbe und Teil unserer Österreichischen Identität zu schützen".

Rückfragehinweis:

Freiheitlicher Parlamentsklub
   Tel.: 01/ 40 110 - 7012
   mailto:[email protected]
   
   http://www.fpoe-parlamentsklub.at
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