OTS0169 / 23.06.2010 / 12:16 / Channel: Kultur / Aussender: Leopold Museum im MQ
Stichworte: Architektur / Ausstellung / Kultur / Kunst / Termin / Veranstaltung


Leopold Museum entdeckt wichtigen Olbrich-Bau im Wiener Prater - BILD

Utl.: Bausubstanz fast original erhalten - Presseführung am 30.6. =

Leopold Museum entdeckt wichtigen Olbrich-Bau im Wiener Prater = vergrößern

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BILD zu OTS - Joseph Maria Olbrich, Pavillon des Radfahrerclubs der Staats- und Hofbeamten. Vorderansicht des Radfahresclubs, 1898 Secession, Wien, Inv. 1673

  • Fotograf: Monika Sadek-Rosshap, Leopold Museum, Wien
  • Fotocredit: Secession, Wien / Leopold Museum, Wien
  • Ort: Österreich / Wien

Originalgröße: 532kb bei 1816x 1496 Pixel
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Leopold Museum entdeckt wichtigen Olbrich-Bau im Wiener Prater = vergrößern

OBS0014 5 KI 0034 23.Jun 10

BILD zu OTS - Nachtaufnahme von Joseph Maria Olbrichs Pavillon des Radfahrerclubs der Staats- und Hofbeamten, errichtet 1898

  • Fotograf: Ludwig Schedl
  • Fotocredit: Leopold Museum im MQ/APA-OTS/Schedl
  • Ort: Österreich / Wien

Originalgröße: 600kb bei 2303x 1535 Pixel
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   Wien (OTS) - Jeder Kulturinteressierte kennt wohl das Hauptwerk
des Jugendstilarchitekten Joseph Maria Olbrich (1867-1908), die
Wiener Secession. Im Zuge der Recherchen für die neu eröffnete
Sommerausstellung des Leopold Museum ist nun ein weiteres "Baujuwel"
wieder entdeckt worden: Der 1898, also im Jahr der
Secessionseröffnung entstandene Pavillon des Radfahrclubs der Staats-
und Hofbeamten im Wiener Prater.
Jahrhundertwendebau in erstaunlich gutem Zustand
   Bereits kurz nach Fertigstellung des Clubhauses weitete sich der
Clubbetrieb vom Radsport auf den Tennissport aus. Der Pavillon wird
auch heute noch vom selben Club - unter seinem jetzigen Namen "SV
Schwarz-Blau" - zu diesem Zweck verwendet. Das Clubhaus hat diverse
Adaptierungen und Umbauten relativ unbeschadet überstanden.
1898: Secession und Clubpavillon
   Ein Monat nach Baubeginn der Wiener Secession hatte Joseph Maria
Olbrich im Frühjahr 1898 den Auftrag erhalten, ein Clubhaus für den
im Prater gelegenen Radfahrclub der Staats- und Hofbeamten zu
errichten. Die überraschend ruhige Lage in der Rustenschacherallee 7,
abseits der Hauptverkehrsströme, lassen ein Verweilen auf der
Terrasse im Schatten alter Bäume zu einem "Sommerfrische-Erlebnis"
werden. 
Mondäner Club für Trendsportarten um 1900
   Dass ein exklusiver Architekt aus dem Umkreis der Secession für
die Errichtung eines Clubhauses für einen Fahrradclub beauftragt
wurde, entsprach dem Selbstverständnis der damals mondänen und
schicken Fahrrad-Clubs. Erst ein Jahr vorher, 1897, waren Fahrräder
nach langen Diskussionen als Verkehrsmittel zugelassen worden.
Radfahren galt am Ende des Jahrhunderts als exklusive Sportart der
gehobenen Gesellschaftsschichten. Binnen kurzer Zeit wurden in Wien
zahlreiche Radfahrvereine gegründet, um 1900 gab es bereits 300. Die
Vermittlung dieses Auftrags erfolgte über Erich Graf von
Kielmannsegg, der nicht nur Ehrenmitglied des Radfahrclubs war,
sondern als Mitglied der Donaukanal- bzw.
Wienflussregulierungskommission auch gute Kontakte zu Otto Wagner und
seinen Mitarbeitern hat. Olbrich sah sich bei diesem Bau mit einem
Limit von 10.000 Gulden an Baukosten konfrontiert. Im Vergleich dazu
beliefen sich die Baukosten für das zur selben Zeit in Bau
befindliche Secessionsgebäude auf 74.000 Gulden.
Funktionale Architektur, effektvolle Lösung
   Bei diesem weitgehend funktionalen Bau erzielte Olbrich mit
wenigen, aber effektvollen Mitteln eine eindrucksvolle
architektonische Lösung. Die Hauptfront des Baues etwa wurde als
zentrale, breite Portalnische gestaltet und erinnert an die Eingänge
der Pavillons der Wiener Stadtbahnstationen von Otto Wagner. Anders
als bei Wagners Stadtbahnstationen, wo die Blendbögen aus
Schmiedeeisen gearbeitet sind, besteht Olbrichs Portalbogen
allerdings aus grün gestrichenem Holz.
Großartige Formensprache und ein Schuss Nostalgie 
   Leopold Museum-Managing Director Mag. Peter Weinhäupl freut sich,
die Zeichnungen zu diesem herrlichen Bauwerk exklusiv für die
Ausstellung in Wien präsentieren zu können. "Die großartige
Formensprache, gepaart mit einem Schuss Nostalgie machen den mit
interessanten Widmungsinschriften aus der Zeit versehenen Bau zu
einem Geheimtipp der besonderen Art", so Weinhäupl. Die von Rudolf
Leopold, Peter Weinhäupl und Franz Smola kuratierte Schau, die in
Zusammenarbeit mit dem Institut Mathildenhöhe, Darmstadt und der
Kunstbibliothek Berlin zusammengestellt wurde, ist bis Ende September
im Leopold Museum zu sehen.
Presseführung zu Olbrichs Radfahrclub
LEOPOLD MUSEUM und Tennisclub SV-SCHWARZ BLAU laden herzlich zu 
einer Presseführung in Olbrichs Clubpavillon:
 Mi, 30. Juni 2010, 10.30 Uhr
 SV Schwarz-Blau
 Rustenschacherallee 7, 1020 Wien
 erreichbar mit Straßenbahnlinie 1 (Wittelsbachstraße)
 Teilnahme nur mit Anmeldung möglich
 Um Anmeldung wird gebeten bis Mo, 28.6.2010 an  
 presse@leopoldmuseum.org
 Es sprechen: 
 Mag. Peter Weinhäupl, Managing Director, LEOPOLD MUSEUM, Kurator 
 der Olbrich Ausstellung
 Dr. Harald Ropper, Obmann des SV-SCHWARZ BLAU
 Jugendstil und Secession
 Joseph Maria Olbrich
 Bis 27. September im Leopold Museum
 www.leopoldmuseum.org
Rückfragehinweis:
   Leopold Museum-Privatstiftung
   Mag. Klaus Pokorny - Presse / Public Relations
   Tel.: 0043 1 525 70 - 1507
   presse@leopoldmuseum.org 
   www.leopoldmuseum.org
	
							
												
							
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