- 16.06.2010, 12:28:58
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Matznetter: Gleichstellungspolitik ist gleichzeitig Wirtschaftsförderung
Einkommenstransparenz hilft, Fehlentwicklungen zu beheben
Wien (OTS/SK) - "Die Gleichstellung der Frauen zu forcieren heißt,
die Wirtschaftsleistung zu steigern", so SPÖ-Wirtschaftssprecher
Christoph Matznetter in der Aktuellen Stunde zum Thema Gleichstellung
im Nationalrat. Oft würden von den Unternehmern immer die gleichen
Antworten gegeben, wenn sie gefragt werden, warum es keine Frauen in
der Geschäftsleitung oder zu 90 Prozent Männer als Abteilungsleiter
gibt: Keine Frau hätte sich beworben, es hätte sich zufällig so
ergeben. "Wenn tausende Male angeblich zufällig Menschen mit anderen
körperlichen Merkmalen in bessere Funktionen kommen, so ist die
Entscheidung nicht aufgrund von Fähigkeiten, Tüchtigkeit oder Bildung
gefallen", so Matznetter, der ausführte, dass es gleich viele
weibliche und männliche Uniabsolventen gibt. "Wir müssen Regeln
finden, dass Entscheidungen nicht vom Vorhandensein bestimmter
körperlicher Merkmale abhängen", so der SPÖ-Wirtschaftssprecher. Wenn
100 Prozent der potentiellen Arbeitnehmer, also Frauen und Männer,
ausgeschöpft würden, werde besseres Führungspersonal gefunden, so
Matznetter, der betonte, dass dies "die Wirtschaftsleistung steigert,
denn Gleichstellungspolitik ist gleichzeitig Wirtschaftsförderung."
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Aus seiner Erfahrung als Arbeitgeber weiß Matznetter, dass viele
Frauen schon beim Bewerbungsgespräch mit ihren Gehaltsvorstellungen
weit unter den Beträgen, welche männliche Bewerber nennen, liegen.
Daher begrüßt er die Einkommenstransparenz, auf die sich die
Sozialpartner und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek geeinigt
haben. "Diese Information hilft den Aufsichtsräten, den
Geschäftsführern und dem Betriebsrat, Fehlentwicklungen zu erkennen
und zu beheben", so der SPÖ-Wirtschaftssprecher. "Wenn wir dafür
sorgen, dass es eine gleichförmige Bezahlung gibt, wird das den
Unternehmen und der Wirtschaft helfen", so Matznetter abschließend.
(Schluss) bj
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Tel.: 01/53427-275
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