- 15.06.2010, 12:11:12
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SPÖ Kaiser: Verbot der Muttersprache ist kein Mittel zur besseren Integration
Beispiel einer privaten Salzburger Bildungseinrichtung darf nicht in Kärnten Schule machen. Bildungsreferent Scheuch muss andere Maßnahmen für bessere Integration finden.
Klagenfurt (OTS) - "Flüchtlingskindern und anderen ausländischen
Schülerinnen und Schülern vorschreiben zu wollen, in welcher Sprache
sie sich in den pausen am Schulhof zu unterhalten haben ist nicht nur
einfallslos, diskriminierend und keineswegs zielführend, sondern
billigster Populismus auf Kosten jener, die auf unsere Unterstützung
angewiesen sind", reagiert der Vorsitzende der SPÖ-Kärnten, LHStv.
Peter Kaiser auf die heute von FPK-Bildungsreferent Uwe Scheuch
getätigten Überlegungen.
Scheuch solle besser zuerst genau überlegen, bevor er solche nach
Aufmerksamkeit heischenden Vorschläge macht. "Wie will er eine solche
Verordnung exekutieren? Sollen Kinder, die sich nicht daran halten
und in den Pausen in ihrer Muttersprache kommunizieren von der Schule
werfen, so dem Bildungszugang entziehen und damit die Integration von
Flüchtlingskindern verhindern, um mit der Populismuskeule auf
Stimmenfang zu gehen", fragt Kaiser.
"Von einem Bildungsreferenten erwarte ich mir, dass er sich selbst
konstruktive Vorschläge und Maßnahmen zur besseren Integration von
geflüchteten Kindern überlegt, anstatt irgendwelche unsinnigen
Maßnahmen einer privaten Bildungseinrichtung für die öffentlichen
Schulen übernehmen zu wollen", so Kaiser. Und weiter: "Wenn man die
kärntenweiten Stundenkürzungen im Schulbereich, insbesondere im
Fremdsprachenunterricht, heranzieht, so beweist das die
Rückwärtsentwicklung des Kärntner Schulwesens durch Scheuch!"
(Schluss)
Rückfragehinweis:
SPÖ Kärnten
Klagenfurt
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