- 10.06.2010, 09:34:58
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GLOBAL 2000 fordert: Verbot von Bisphenol A in Babyartikel und Lebensmittelbehälter
Warnungen des Umweltbundesamtes Deutschland: EFSA-Grenzwert bietet keinen Schutz vor Hormonchemikalie - Minister Hundstorfer und Stöger müssen handeln!
Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 unterstützt
die gestern ausgesprochenen Warnungen des Umweltbundesamtes
Deutschland vor der hormonartig wirkenden Chemikalie Bisphenol A.
"Bereits in geringer Konzentration gefährdet diese Chemikalie, die
vor allem in Plastikprodukten aus Polycarbonat (PC) enthalten ist,
die menschliche Gesundheit", warnt Daniela Hoffmann,
Chemikalienexpertin von GLOBAL 2000. Der Bericht des deutschen
Umweltbundesamtes weist insbesondere darauf hin, dass Bisphenol A
Föten im Mutterleib, Babys und Kleinkinder schädigen könne.
Beispielsweise wurden Fruchtbarkeitsschädigungen, Beeinträchtigungen
der Gehirnentwicklung und Organmissbildungen mit Bisphenol A in
Zusammenhang gebracht, ebenso Herz-Kreislauferkrankungen und
Diabetes. Solche Schäden sind im Tierversuch bereits bei Belastungen
weit unterhalb des in der Europäischen Union geltenden Grenzwertes
aufgetreten.
Der Grenzwert der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit
EFSA bietet keinen ausreichenden Gesundheitsschutz vor den
Gesundheitsrisiken durch Bisphenol A. "In Babyflaschen, Schnullern
und in allen Gegenständen und Materialien, die mit Lebensmitteln in
Berührung kommen, darf Bisphenol A nicht enthalten sein.
Verbraucherschutzminister Rudolf Hundstorfer und Gesundheitsminister
Alois Stöger müssen jetzt dem Vorbild von Dänemark, Frankreich und
Kanada folgen und Bisphenol A in Baby- und Kinderprodukten endlich
verbieten", fordert Hoffmann.
Rückfragehinweis:
Simonne Baur, Tel.: 0699/14 2000 23, Jens Karg, Tel.: 0699/14 2000 20, E-Mail: [email protected]
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