• 09.06.2010, 11:27:32
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  • OTS0143 OTW0143

FPÖ-Karlsböck: Spitäler: SPÖ/ÖVP-Landeshauptleute agieren unverantwortlich

Wien (OTS) - "Die Landeshauptleute von SPÖ und ÖVP haben, wie
gestern von mir vorhergesagt (siehe OTS0197, vom 8. Juni), ablehnend
auf den Vorschlag unrentable Spitäler zu schließen reagiert", sagte
der freiheitliche Ärztesprecher NAbg. Dr. Andreas Karlsböck. Damit
sei bewiesen, dass es nur um billigen Populismus und nicht um
effiziente, sinnvolle Lösungen gehe, zeigte Karlsböck auf. Auch sei
der Terminus "Schließung" falsch - vielmehr gehe es um eine Umwidmung
in Geriatrie und Reha-Einrichtungen, die die Aufgaben, die derzeit in
teuren Akutbetten gemacht würden, besser und billiger bewerkstelligen
könnten, so Karlsböck.

Einzig Kärntens Landeshauptmann Dörfler rage als standhafter
Leuchtturm in der Brandung der vereinten Ignoranz heraus, sagte
Karlsböck, der darauf verwies, dass Kärnten vor allen anderen
Bundesländern die notwendigen Schritte für die Zukunft einer
modernen, effektiven und kostengünstigen medizinischen Versorgung
gesetzt hätte. "Alle Experten sind sich einig, dass die Strategie der
Schwerpunktspitäler ergänzt durch kleine dislozierte Spezialkliniken,
wie in Kärnten umgesetzt, die Zukunft der Krankenversorgung sind",
sagte Karlsböck.

Durch die Schließung kleinerer Spitäler gehe kein einziger
Arbeitsplatz verloren, räumte Karlsböck mit dem diesbezüglichen
Vorurteil auf, das von Rot und Schwarz unisono verwendet wurde. Wenn
diese Häuser in Geriatrie- oder Reha-Einrichtungen umgewidmet würden,
seien ganz im Gegenteil, noch zusätzliche Arbeitsplätze notwendig, um
eine Versorgung der Patienten zu gewährleisten, zeigte Karlsböck auf.
"Ich verstehe nicht, wieso sich die SPÖ/ÖVP-Landeshäuptlinge dagegen
sträuben, würde doch die Umwidmung ihren Patienten eine bessere
Versorgung bescheren", so Karlsböck.

Abgesehen davon seien durch eine Umwidmung der Akutbetten in
Geriatrie- und Reha-Betten Einsparungen in Millionenhöhe zu erzielen,
rechnete Karlsböck vor. Während die 15 "alten" EU-Staaten nur 3,8
Akutbetten je 1.000 Einwohner benötigten, seien es in Österreich 6,4.
Da nicht davon ausgegangen werden könne, dass die Österreicher
doppelt so krank wie alle anderen Europäer seien, müsse der Grund
wohl wo anders liegen, so Karlsböck, der auf das Kantönlidenken der
rot/schwarzen Landeshäuptlinge tippt.

Was in der aktuellen Diskussion abgehe, sei der Herr
Gesundheitsminister, stellte Karlsböck fest. "Falls irgendjemand
Stöger in den vergangenen Tagen gesehen oder gehört hat, oder sonst
einen sachdienlichen Hinweis auf den Verbleib des
Gesundheitsministers liefern kann, möge er sich bitte melden",
schloss Karlsböck.

Rückfragehinweis:

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