- 08.06.2010, 09:25:30
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Bandion-Ortner: Verantwortung der Eltern stärken
Nicht verheiratete Eltern werden verstärkt über gemeinsame Obsorge informiert
Wien (OTS) - "Die Möglichkeit der gemeinsamen Obsorge für Kinder
nicht verheirateter Paare besteht bereits seit 1989", sagte
Bundesministerin Claudia Bandion-Ortner heute im Vorfeld des
Ministerrates. Daher sei es nahe liegend, wenn im Ministerrat eine
verpflichtende Information über diese Option beschlossen werde.
"Sehr oft vereinbaren die Eltern unehelicher Kinder die gemeinsame
Obsorge nur deshalb nicht, weil sie nicht Bescheid wissen oder rund
um die Geburt ganz einfach andere Sorgen haben. Wir wollen diese
Paare über ihre Rechte und Pflichten informieren, ohne sie zu
irgendwelchen Entscheidungen zu drängen", so die Ministerin, die
betonte, dass für sie in diesem Bereich das Kindeswohl im Mittelpunkt
steht: "Daher ist es nur konsequent, wenn wir Mütter und Väter, die
unverheiratet Eltern werden, über alle Möglichkeiten im Bereich der
Obsorge umfassend informieren", so Bandion-Ortner.
Der Schritt erfolge nicht nur im Interesse der unehelich geborenen
Kinder, sondern auch im Bestreben, die Stärkung der gemeinsamen
Verantwortung der Eltern zu betonen. Schließlich gäbe es in
Österreich einen nicht unerheblichen Anteil unehelicher Geburten, wo
im Gegensatz zur ehelichen Geburt die Obsorge zunächst der Mutter
alleine zusteht.
Abschließend erinnerte Bandion-Ortner an die parlamentarische Enquete
zu familienrechtlichen Herausforderungen am 24. Juni: "Wir werden uns
an diesem Tag in einer breit angelegten Diskussion im Parlament mit
Fragen des Kindeswohls nach Trennung und Scheidung beschäftigen."
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Justiz
Mag. Paul Hefelle, Pressesprecher
Tel.: 01-52152-2873
mailto:[email protected]
http://www.bmj.gv.at
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