• 26.05.2010, 09:10:03
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FPÖ-Kickl: Hundstorfer bestätigt jetzt FPÖ-Forderung nach Kursevaluierung

AMS auch mit Administration der Mindestsicherung überfordert

Wien (OTS) - "Bisher war Minister Hundstorfer ideologisch
motivierter Realitätsverweigerer in Sachen Ineffizienz von
AMS-Kursen. Bedauerlich, dass erst der jetzige Zwang zu
Budgetkürzungen aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise und nicht
wirkliche Einsicht in die Richtigkeit der seit Langem vorgebrachten
FPÖ-Kritik an den Missständen im AMS-Kursbetrieb zum notwendigen
Umdenken geführt haben", sagte heute FPÖ-Generalsekretär Herbert
Kickl zur Ankündigung des Sozialministers, Kurs-Sinnlosigkeiten
abstellen zu wollen.

Eine frühere Reaktion hätte nicht nur viel Geld sparen sondern vor
allem viel Frustration bei den Betroffenen verhindern können, die
durch die Mühlen der Kurse von der Arbeitslosenstatistik fern
gehalten werden sollten. Es sei jedenfalls zu wenig, etwa
Mehrfachbelegungen ein- und desselben Kurses künftig verhindern zu
wollen, so Kickl weiter. Es müssten auch Kursinhalte wie z.B.
"Trommeln" und ähnlicher Unsinn abgestellt werden, bei Deutschkursen
für Ausländer ein System der effizienten Erfolgskontrolle gefunden
werden oder die unsinnige Praxis, Arbeitslose kurz bevor sie als
Langzeitarbeitslose geführt werden müssten, durch wiederholte
Kursteilnahmen aus der Langzeitarbeitslosenstatistik heraus zu
halten, ein Ende haben.
Hundstorfer müsse jedenfalls einsehen, dass er seine Projekte nach
den Erfordernissen der Realität ausrichten müsse und sich die
Realität umgekehrt nicht nach seiner Ideologie richte.

"Angesichts der Einsparungen beim AMS sind auch Zweifel angebracht,
dass es die ihm zugedachte Rolle der Administration der geplanten
Mindestsicherung inklusive Kontrolle der Arbeitsbereitschaft der
künftigen Empfänger, erfüllen kann", warnte der freiheitliche
Generalsekretär. Die AMS-Mitarbeiter seien trotz großen persönlichen
Engagements schon jetzt heillos mit ihren Aufgaben überfordert, eine
persönliche Betreuung der Arbeitssuchenden sei kaum möglich. Und
diese Situation werde sich vor dem Hintergrund der noch lange nicht
überstandenen Krise weiter verschärfen. "In einer solchen Situation
dem AMS eine wesentliche Kontrollfunktion zur Missbrauchsverhinderung
im Zusammenhang mit der Mindestsicherung zuzumuten, sei schlichtweg
verantwortungslos", schloss Kickl.

Rückfragehinweis:

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