- 07.05.2010, 10:11:22
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Europäisches Bodenbündnis tagt in Tulln - BILD

Wien (OTS) - "Der Boden ist die Grundlage unseres Lebens. Mehr als
90% aller Nahrungsmittel stammen aus dem Boden. Es geht darum, diesen
Boden sinnvoll zu nützen und sorgsam zu schützen" stellt
Umweltlandesrat Dr. Stephan Pernkopf fest.
Bodenbündnistagung: Fruchtbare Böden
Die 9. Internationale Jahrestagung vom Bodenbündnis europäischer
Städte, Kreise und Gemeinden findet diesmal in Tulln an der Donau
statt. Etwa 180 Personen treffen sich zu fachlichem Austausch und
informativem Rahmenprogramm. Mit dem Thema "Fruchtbare Böden - nützen
und schützen" beschäftigen sich sechs Fachvorträge und vier Workshops
im Tullner Rathaus. 25 Infostände von Bodenbündnispartnern zeigen ein
reiches Spektrum an Angeboten und Initiativen für Umwelt- und
Bodenschutz.
Die Bedeutung des Bodens als Ernährungsgrundlage ist in den
Industrieländern weitgehend in Vergessenheit geraten. Böden sind aber
eine wesentliche Lebensgrundlage des Menschen. Er produziert auf
ihnen mehr als 90 Prozent aller Nahrungsmittel, des Tierfutters und
der Faserstoffe. Bodenfruchtbarkeit ist verbunden mit einem sorgsamen
Umgang mit dem Boden und einer nachhaltigen Bewirtschaftung, die
insbesondere auf die Humusbildung Rücksicht nimmt.
Damit Pflanzen wachsen können, brauchen sie eine große Zahl von
Nährelementen, die sie in gelöster Form dem fruchtbaren Boden
entnehmen müssen.
Bodenbündnis wächst
Das Europäische Bodenbündnis (European Land and Soil Alliance,
ELSA e.V.) mit Sitz in Osnabrück ist derzeit in sechs europäischen
Ländern (UK, NL, D, CH, I, A) mit mehr als 100 Mitgliedern vertreten.
Während der Jahrestagung werden die erste tschechische und die erste
slowakische Gemeinde dem Europäischen Bodenbündnis beitreten. Antonin
Okenka, Bürgermeister von Nová Lhota in den Weißen Karpaten (CZ) und
sein Amtskollege Ján Tupy aus Kocovce (SK) unterzeichnen gemeinsam
mit Christian Steiner, dem Vorstandsvorsitzenden der ELSA in Tulln
ihre Beitrittsurkunden. Die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern
wird von der Abteilung Landentwicklung der NÖ Landesregierung im
Rahmen eines gemeinsam mit dem Masaryk Museum in Hodonín (CZ)
durchgeführten EU-Projektes betreut. Basis dafür sind die seit 2003
gewonnen Erfahrungen in der Koordination der NÖ
Bodenschutzaktivitäten.
Aus Niederösterreich kommen inzwischen 64 Bodenbündnisgemeinden,
eine Bodenbündnis-Modellregion und sieben weitere assoziierte
Partnerorgansiationen und demnach gut die Hälfte aller europäischen
Bodenbündnismitglieder! Sie arbeiten partnerschaftlich zusammen und
nutzen durch Informations- und Erfahrungsaustausch die Synergien des
Netzwerks.
Bodenerlebnistag belebt den Hauptplatz
Parallel zur Tagung gibt es am Hauptplatz der Stadt zahlreiche
Aktivitäten, die der Bevölkerung das Thema Boden auf spielerische Art
näher bringen möchten. Ein "Bodenparcours" lädt zum Barfußgehen auf
verschiedenen Untergründen. Kinder können Bodenboccia und Bodenmemory
spielen. Kreative kommen an der Erdfarben-Malstation auf ihre
Rechnung. Beim Radl-Salon gibt es (Elektro)Fahrräder zum Bestaunen
und zum Ausprobieren.
Eine besondere Attraktion wartet auf Fußballbegeisterte.
Die "Scheiberlkistn" - ein 4x2 Meter großes Minifußballfeld -
wird vorgestellt und es findet auch gleich ein Schülerturnier zum
Start des 1. NÖ Nachhaltigkeitscup statt.
Exkursionstag 7. Mai
Mit einer Exkursionen nach Michelhausen (Modellprojekt
Bodenbündnis, Umsetzung in der Gemeinde) sowie zur Gartenschau "Die
Garten Tulln" und der Jahreshauptversammlung schließt das Programm
der Internationalen Bodenbündnistagung.
Weitere Information zum Thema Bodenschutz, zum Bodenbündnis, zu
den Modellprojekten und zu Angeboten für Schulen und Gemeinden gibt
es auf www.unserboden.at - Infos zum Thema Bodenkunst stehen auf
www.soilart.eu
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Abteilung Landentwicklung
Dr. Erwin Szlezak,
e-mail: [email protected]
Bodentelefon: 02742/9005 DW 9070
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