- 27.04.2010, 11:57:15
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Mölzer: Griechenland darf für EU-Nettozahler nicht zu Faß ohne Boden werden
Hilfe nur dann, wenn gewährleistet ist, daß Athen Kredite auch zurückzahlen kann - Keine Belohnung für mangelnde Budgetdisziplin der letzten Jahre
Wien (OTS) - Als verfehlt bezeichnete der freiheitliche
Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, den
Druck der EU-Kommission auf eine schnelle Entscheidung über die
milliardenschwere Hilfe für Griechenland. "Athen darf keinesfalls für
die mangelnde Budgetdisziplin der letzten Jahre belohnt werden.
Vielmehr sollte jetzt eine grundlegende Reform der Währungsunion auf
der Tagesordnung stehen", so Mölzer weiter.
Vor allem hätte eine übereilte Finanzhilfe für Griechenland eine
verheerende Auswirkung auf die anderen Problemfälle in der Eurozone
wie Spanien oder Portugal, warnte der freiheitliche EU-Mandatar.
"Hier besteht die Gefahr, daß Anstrengungen zur Sanierung der
Staatshaushalte zunichte gemacht werden könnten. Und in weiterer
Folge geriete der Euro auf den internationalen Finanzmärkten noch
mehr unter Druck und wirtschaftlich starke EU-Staaten wie Deutschland
oder Österreich müßten noch tiefer in die Tasche greifen", erklärte
Mölzer.
Wenn nun eine Entscheidung über die Hilfe für Griechenland getroffen
werde, dann müßte Athen, so der freiheitliche Europa-Abgeordnete,
zuerst einen wasserdichten Plan zur Sanierung seiner Finanzen
vorlegen. "Wenn als ultima ratio den Griechen finanziell unter die
Arme gegriffen wird, dann muß feststehen, daß die gewährten Kredite
auch zurückgezahlt werden können. Denn im Interesse der Nettozahler
darf Griechenland nicht zu einem Faß ohne Boden werden", schloß
Mölzer.
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