OTS0066 / 27.04.2010 / 10:06 / Channel: Wirtschaft / Aussender: ÖGB Österreichischer Gewerkschaftsbund
Stichworte: Gewerkschaften / Kärnten / Soziales / Unternehmen


Sozialplan für Gabor-Beschäftigte abgeschlossen

Utl.: Schuhfabrik schließt nach 50 Jahren - Betriebsrat und Gewerkschaft PRO-GE erreichen Sozialplan für rund 160 Beschäftigte =


   Spittal/Drau (OTS/ÖGB) - Mitte März erhielten die MitarbeiterInnen
der Schuhfabrik Gabor in Kärnten die Mitteilung, dass mit Ende 2010
auch die letzte Produktionsstätte in Österreich geschlossen wird. Der
Betriebsrat konnte nun mit Unterstützung der Produktionsgewerkschaft
(PRO-GE) einen Sozialplan für rund 160 betroffene ArbeitnehmerInnen
abschließen.++++
   Die Nachricht der Schließung traf die Beschäftigten der Gabor GmbH
mit voller Härte. "Ausgerechnet in diesem Jahr feiert die Schuhfabrik
ihr 50-jähriges Bestehen", so Gabriela Bodner, die
Betriebsratsvorsitzende. 950 MitarbeiterInnen waren noch 2003 im
Gabor-Schuhwerk in Spittal/Drau beschäftigt. Seit damals wurden
kontinuierlich Arbeitsplätze abgebaut. Mit Ende 2010 muss auch die
verbliebene Belegschaft von 160 ArbeitnehmerInnen gehen. Die
Muster-Produktion wird in die Slowakei verlegt.
   Auf Initiative von Gabriela Bodner und mit Unterstützung der
Gewerkschaft PRO-GE wurde nun ein Sozialplan mit der Geschäftsführung
verhandelt. Ein Teil der Abfindung wird sozial gestaffelt und
orientiert sich nach einem Punktesystem. Dabei werden zum Beispiel
das Alter, die Dauer der Betriebszugehörigkeit, das Einkommen,
Unterhaltsverpflichtungen oder eine Behinderung berücksichtigt. "Im
Sozialplan wird besonders auf Alleinerziehende oder Beschäftigte mit
Behinderung geachtet", stellt die Betriebsratsvorsitzende der
vorwiegend weiblichen Betroffenen klar. Zudem wird den Beschäftigten
bei Bedarf auch psychologische Hilfe angeboten.
   Das Land Kärnten, das Arbeitsmarktservice und die Gabor GmbH
reagierten rasch und konnten sich im April 2010 auf die Finanzierung
einer Arbeitsstiftung einigen. "Da das Bundesland Kärnten die höchste
Arbeitslosenrate aufweist, ist diese Einrichtung ganz besonders
wichtig für die Betroffenen, um neue berufliche Perspektiven zu
erhalten", stellt der zuständige PRO-GE Sekretär, Peter Glawogger,
fest.
Rückfragehinweis:
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   PRO-GE Presse
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   Tel: +43-(0)1 53 444 69 035
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