- 22.04.2010, 11:04:48
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Steier fordert effektiveren Schutz des Grundwassers
Wien (OTS/SK) - Die drohende Gefährdung des Trinkwassers durch
bestehende und geplante Massentierhaltungen im
niederösterreichisch-burgenländischen Grenzraum hat der
burgenländische Nationalratsabgeordnete Gerhard Steier in der
heutigen Fragestunde im Nationalrat angesprochen. Konkret verlangte
Steier von Umweltminister Berlakovich Auskunft darüber, wie der
Masterplan "Unternehmen Landwirtschaft 2020" und die geplante
Professionalisierungsoffensive der heimischen Agrarbetriebe die
Grundwassersituation berücksichtigen sollen. ****
Die Entwicklung der Region Lichtenwörth-Zillingdorf-Neufeld-Ebenfurth
zu einem Zentrum für große industrielle Schweinezuchtfabriken sei
problematisch: Nachdem bereits 2008 in Lichtenwörth ein
Schweinemaststall für 1990 Tiere errichtet wurde, ist in
unmittelbarer Nähe ein zweiter Stall für bis zu 2490 Tiere geplant -
wobei sich bei diesen Projekten die Zahl der gehaltenen Tiere knapp
unter der Grenze zur umfangreichen Prüf- und Bewilligungspflicht
bewege.
Die betroffene Region liegt in der Mitterndorfer Senke im
burgenländisch-niederösterreichischen Grenzgebiet und gehört zu den
bedeutendsten Grundwasserreservoirs in Mitteleuropa. Über 200.000
Menschen werden hier mit Trinkwasser versorgt. Die Intensivierung der
Bewirtschaftung der betroffenen Flächen durch
Schweinemassenzuchtbetriebe führt zu einer vermehrten
Gülleaufbringung und damit auch zu einer steigenden Belastung des
Grundwassers mit Antibiotika, hormonaktiven Substanzen und
Pestiziden.
Vom Umweltminister verlangt Steier, dieser extremen Anhäufung von
Schweinemassenzuchtbetrieben Einhalt zu gebieten - denn es sei zu
befürchten, dass das durch die Massentierhaltung verunreinigte
Trinkwasser für die Bevölkerung künftig aufbereitet werden müsse, was
immense Kosten verursachen würde. "Hier besteht für den
Umweltminister dringender Handlungsbedarf. Für die Landwirtschaft
müssen gleiche Regeln gelten wie für alle anderen auch, um die
Interessen von Umwelt, Landwirtschaft und Wasserschutz in Einklang
bringen", so Steier abschließend. (Schluss) sv/mp
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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