Wien (OTS) - Eine Anfragebeantwortung des Umweltministers an
FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer lässt bei Medizinern und
Umweltexperten die Alarmglocken schrillen. Das Ministerium musste
einräumen, dass ein erheblicher Teil der in Österreich vertriebenen
Feuerwerkskörper zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen
führt. Konsequenzen wurden daraus nicht gezogen. Lediglich die
Wirtschaftskammer informiert nun aufgrund der Anfragebeantwortung
über das Verbot von persistenten organischen Schadstoffen.
Das Ministerium hat im Dezember 2009, also kurz bevor Hofer seine
Anfrage im Parlament einbrachte, gemäß den Überwachungsvorschriften
des Chemikaliengesetzes österreichweit Untersuchungen von
Feuerwerkskörpern durchgeführt.
Norbert Hofer: "Jede fünfte Probe enthielt relevante Mengen von
Hexachlorbenzol, einem der gefährlichsten langlebigen Umweltgifte. Es
unterliegt aus gutem Grund in der gesamten EU einem Totalverbot.
Bereits bei geringster Konzentration kommt es zu Schädigungen des
Immun- und Fortpflanzungssystems. Es wird kaum abgebaut und gelangt
über die Nahrungskette bis ins menschliche Serum, ins Fett und in die
Muttermilch. Ich wundere mich darüber, dass die Öffentlichkeit bisher
nicht informiert wurde. Lediglich die Wirtschaftskammer informiert
nun auf seiner Homepage aufgrund der Anfragebeantwortung verstohlen
über das Verbot und weist darauf hin, dass auch beim Import von
Feuerwerkskörpern darauf geachtet werden muss."
Norbert Hofer fordert den Umweltminister auf, umgehend die
Bevölkerung über die in Verkehr gebrachten gesundheitsgefährdeten
Produkte zu informieren. Gleichzeitig seien die heimischen
Unternehmen zu informieren und strenge Importkontrollen
sicherzustellen.
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