- 06.04.2010, 11:13:25
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ÖGB: Grundstein für Gewerkschaftsbewegung gelegt
140 Jahre Koalitionsgesetz am 7. April
Wien (OTS/ÖGB) - Am 7. April 1870 wurde das sogenannte
Koalitionsgesetz beschlossen. Damit wurden Gewerkschaften in
Österreich auch vom Staat anerkannt. "Damit war ein langer Kampf um
die Anerkennung der Rechte der ArbeitnehmerInnen erfolgreich
geschlagen. Noch wenige Monate vorher wurden zahlreiche
GewerkschafterInnen für ihr Engagement wegen Hochverrates
verurteilt", so die Leitende Sekretärin des ÖGB, Monika Kemperle.
Heute sind rund 65.000 Frauen und Männer ehrenamtlich als
BetriebsrätInnen, PersonalvertreterInnen oder
JugendvertrauensrätInnen tätig.++++
Der 7. April 1870 ist die Geburtsstunde der Gewerkschaften in
Österreich als anerkannte Vereinigungen. Damit war es erlaubt, zur
Durchsetzung besserer Arbeitsbedingungen mit Streik zu drohen, die
ArbeiterInnen konnten sich wegen gemeinsamer Einstellung der Arbeit
verabreden und Vereinbarungen für einzelne Berufszweige treffen. Ein
langer Kampf für die Anerkennung von ArbeitnehmerInnenrechten war
erfolgreich: noch im Dezember 1869 demonstrierten in Wien 15.000
Menschen für die Koalitionsfreiheit, ihre Sprecher wurden wegen
Hochverrates verurteilt, dann aber amnestiert. Die Koalitionsfreiheit
wird von der österreichischen Verfassung als Teil der allgemeinen
Vereinigungsfreiheit geschützt.
Heute sind in ganz Österreich quer durch alle Branchen rund 65.000
Frauen und Männer ehrenamtlich als BetriebsrätInnen,
PersonalvertreterInnen und JugendvertrauensrätInnen tätig. Von
betrieblichen Lohn- oder Gehaltsverhandlungen über das Abschließen
von Betriebsvereinbarungen bis zur Mitwirkung an gewerkschaftlichen
Lohn- und Gehaltsverhandlungen. Sie sind im Österreichischen
Gewerkschaftsbund organisiert, der Ende April 2010 sein 65-jähriges
Bestehen feiert. Der Gewerkschaftsbund als gemeinsamer Dachverband,
über alle Branchen und über alle Parteien gibt den Interessen der
ArbeitnehmerInnen gegenüber den Unternehmen und ihren Vertretungen,
in der Sozialpartnerschaft und gegenüber der Politik eine starke
Stimme und eine starke Verhandlungsposition.
Kemperle: "Gerade die vergangenen Monate haben gezeigt wie wichtig
das Engagement von BelegschaftsvertreterInnen ist. In vielen
Betrieben konnten dadurch die Folgen der Wirtschaftskrise zumindest
gemildert, manche Auswirkungen überhaupt verhindert werden."(ff)
Rückfragehinweis:
ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Franz Fischill
Tel.: +43 1 534 44 39 266
Mobil: +43 664 814 63 11
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