OTS0060 / 25.03.2010 / 09:46
/ Channel: Wirtschaft
/ Aussender: ÖGB Österreichischer Gewerkschaftsbund
Stichworte:
Fritz / Gewerkschaft / Post / Vorstand / Wirtschaft
Utl.: Scharfe Kritik der Postgewerkschaft an medialer Entgleisung des
Postvorstandes =
Wien (OTS) - (ÖGB/GPF) - Für die Postgewerkschaft stellen die
Aussagen von GD Dr. Pölzl in den heutigen Ausgaben der Tageszeitungen
"Presse" und "Wirtschaftsblatt" eine unsägliche Provokation dar.++++
Mit seiner völlig verfehlten Medienpolitik gefährdet GD Dr. Pölzl
damit offenbar bewusst den sozialen Frieden innerhalb der
Österreichischen Post AG, um die jüngst präsentierte "Post-Strategie"
schön reden zu wollen. Die Angriffe auf die Postgewerkschaft und die
MitarbeiterInnen zeigen vielmehr die miserable Unternehmenskultur
innerhalb der Post AG und damit deren eigentliche Herausforderung für
die Zukunft.
Fakt ist, dass GD Dr. Pölzl in knapp fünf Monaten nichts anderes
eingefallen ist, als die Post ständig krank zu reden, den
MitarbeiterInnen auszurichten, wie unflexibel sie seien und den Ernst
der Lage nicht zu erkennen. Weiter Postämter zu schließen und die
Postbeamten bei der Polizei, der Justiz oder anderen Behörden
entsorgen zu wollen ist sicher der falsche Weg. Dabei vergisst GD Dr.
Pölzl offenbar völlig die seitens des Poststrukturgesetzes
vorgeschriebene Verpflichtung den BeamtInnen des Unternehmens
gegenüber. Es ist Zeit, die Beamtenhatz und das Gegeneinander endlich
zu beenden, um konstruktiv an der Zukunft der Post AG weiterarbeiten
zu können.
"Die Aussagen des Generaldirektors in den Medien sind eine klare
Kampfansage gegen den Sozialpartner, die wir so nicht zur Kenntnis
nehmen werden", so Gewerkschaftsvorsitzender Gerhard Fritz.
Die Postgewerkschaft hat daher dem Postvorstand eine Nachdenkpause
verordnet und ab sofort sämtliche Gespräche und Verhandlungen
zwischenzeitlich ausgesetzt, um GD Dr. Pölzl die Gelegenheit zu
geben, sich eines Besseren zu besinnen und dem begonnenen
sozialpartnerschaftlichen Dialog wieder eine Chance zu geben.
Anderenfalls wird die Postgewerkschaft im Präsidium Anfang April die
weitere Vorgehensweise festlegen und entsprechende Gegenmaßnahmen
einleiten.
Rückfragehinweis:
~
GPF
Johann-Böhm-Platz 1
1020 Wien
Tel. 53444
Martin Palensky
Vorsitzender-Stellvertreter
Zentralausschuss Post AG
Postgasse 8
1010 Wien
Tel.: 057767 20052 oder 0664/624 1206
~
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OTS0060 2010-03-25/09:46
250946 Mär 10
NGB0002 0303


