Wien (OTS) - (vida/ÖGB). Mit einer absurden Argumentation lehnt
ÖAAB-Chef und Außenminister Michael Spindelegger die Forderung des
ÖGB nach einem höheren Mindestlohn ab. "Quasi aus Angst davor, dass
die Arbeitgeber dann verstärkt das Recht brechen und zu Schwarzarbeit
greifen würden, sollen die ArbeitnehmerInnen auf faire Löhne
verzichten", zeigt sich ÖGB-Arbeitsmarktsprecher und
vida-Vorsitzender Rudolf Kaske verwundert über die Aussagen des
ÖAAB-Obmannes Michael Spindelegger in der heutigen Ausgabe der
"Presse." Der ÖGB setze mit seiner Forderung nach 1.300 Euro
Mindestlohn ein wichtiges Signal für eine faire Entlohnung der
ArbeitnehmerInnen. ++++
"ÖVP und ÖAAB definieren sich stets als VertreterInnen der
Leistungsgesellschaft. Wenn sich Leistung lohnen soll, dann müssen
die Mindesteinkommen angehoben werden", sagt Kaske. Verwundert zeigt
sich der ÖGB-Arbeitsmarktsprecher auch über die Aussage
Spindeleggers, bei einer Anhebung der Mindestlöhne würde die
Schwarzarbeit steigen bzw. die "Jobs von Tagespendlern aus Ungarn
oder der Tschechoslowakei (sic!) übernommen werden." Dazu Kaske:
"Auch für TagespendlerInnen, die in Österreich arbeiten, gelten die
österreichischen Kollektivvertragslöhne. Der Chef des
ÖVP-ArbeitnehmerInnenbundes ist entweder ahnungslos oder schürt
bewusst die Angst vor ausländischen ArbeitnehmerInnen."
Um das Schwarzunternehmertum und damit die Abgabenhinterziehung und
Lohndumping durch die ArbeitgeberInnen auszuschließen, fordert der
ÖGB ein wirkungsvolles Antilohn- und Sozialdumpinggesetz. Für
Arbeitgeber, die ihre Beschäftigten um den Lohn und die soziale
Absicherung prellen, muss es finanziell spürbare Sanktionen geben.
Und die Beschäftigten, die davon betroffen sind, müssen leichter zu
ihren Ansprüchen kommen, als dies bisher der Fall ist.
Kaske abschließend: "Der ÖAAB sollte als ArbeitnehmerInnenvertretung
so wie die Gewerkschaft wirksame Sanktionen für schwarze Schafe unter
den Unternehmen einfordern anstatt gegen faire Löhne für
ArbeitnehmerInnen Stimmung zu machen."
Rückfragehinweis:
vida Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Martina Fassler
martina.fassler@vida.at
Tel: 01/ 53 444 79 265
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