- 17.03.2010, 13:11:11
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Kuntzl: Expertise der Studierendenanwaltschaft bei Bologna-Evaluierung nützen!
Mehr Freiräume schaffen, keine Verschulung und Ökonomisierung des Hochschulwesens
Wien (OTS/SK) - "Einiges an der Umsetzung des Bologna-Prozesses
läuft nicht zufriedenstellend, Verbesserungen sind auf jeden Fall
notwendig", stellte SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl am
Mittwoch im Wissenschaftsausschuss des Nationalrats in einer
Aktuellen Aussprache zur Bologna-Konferenz fest. "Ich begrüße es
daher, dass es seitens der Konferenz Signale gegeben hat, dass ein
Problembewusstsein vorhanden ist. Wissenschaftsministerin Karl muss
jedenfalls als nächsten Schritt eine tiefgreifende Analyse vornehmen
und die Umsetzung des Bologna-Prozesses in Österreich unter
Einbeziehung der betroffenen Gruppen und hier vor allem der
Studierenden evaluieren, um zu den Wurzeln der Probleme zu gelangen."
Die von der Ministerin vorgelegten zehn Maßnahmen seien dazu ein
erster Schritt, dem es in manchen Bereichen allerdings noch an
Konkretisierung fehle, stellte die SPÖ-Wissenschaftssprecherin fest.
"Konkret schlage ich vor, die Studierendenanwaltschaft mit der
Auflistung von Problemen bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses zu
beauftragen. Diese Liste könnte als Grundlage für die weitere
Diskussion dienen", so Kuntzl. ****
Im Zentrum stehe die Frage, wie die österreichischen Universitäten
die Zielsetzungen des Bologna-Prozesses weiter umsetzen können und
welche Unterstützung hierbei von Seiten der Politik notwendig sei, so
Kuntzl weiter. Die Evaluierung solle vor allem auch die Frage klären,
welche Zielsetzungen des Bologna-Prozesses bereits erreicht wurden
und wo es noch Handlungsbedarf gebe. "Ich persönlich denke, dass im
Bereich der Mobilität die Ziele noch nicht erreicht sind. Einerseits
sollen die Universitäten autonome Schwerpunkte setzen, andererseits
soll die studentische Mobilität mit den damit verknüpften
Anrechnungsfragen gefördert werden." Schließlich sei auch die Frage
nach den Arbeitsmarktperspektiven von Bachelor-Abschlüssen zu
stellen, erläuterte die SPÖ-Wissenschaftssprecherin. "Es liegt nun an
Wissenschaftsministerin Karl, ihre Ankündigung aus dem Ausschuss wahr
zu machen und für die bessere Umsetzung des Bolognamodells zu sorgen.
Auf jeden Fall müssen geeignete Freiräume vorgesehen werden und es
darf zu keiner weiteren Verschulung und Ökonomisierung des
Hochschulwesens kommen", so Kuntzl abschließend. (Schluss) rb/mp
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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