- 17.03.2010, 11:12:39
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FPÖ-Vock, Madejski und Königsberger: JA zur Schulung der Hundehalter, NEIN zur Rassedefinition von "Kampfhunden"
Wien (OTS) - In der gestrigen Sitzung des parlamentarischen
Tierschutz-Arbeitskreises der FPÖ, einigten sich die Vertreter der
Bundes-FPÖ und der FPÖ-Landesgruppen Wien und NÖ über die Ablehnung
der neuen Hundehaltegesetze. Die Festlegung von bestimmten
Hunderassen als "Kampfhunde" ist willkürlich und sachlich nicht
gerechtfertigt. Begrüßt wird jedoch jede Maßnahme, die zur Schulung
der Hundehalter und somit zu einem besseren Miteinander von Mensch
und Tier dient. So werden auch grundsätzlich Hundeabrichtekurse und
der Hundeführschein auf freiwilliger Basis für alle Hundehalter
empfohlen.
Gestern, 16. März 2010, tagte der parlamentarische
Tierschutzarbeitskreis der FPÖ. Neben dem Gastgeber, Nationalrat
Bernhard Vock, stellten sich auch die Landtagsabgeordneten aus Wien,
Dr. Herbert Madejski und NÖ, Erich Königsberger, den Fragen der
anwesenden Tierschützer. Thema waren die neuen Gesetze von Wien und
Niederösterreich, die die Haltung von sogenannten "Kampfhunden"
regeln sollen.
NÖ Klubobmann Stv. Königsberger kritisierte vor allem den Alleingang
der ÖVP-NÖ ohne fach- und sachkundige Personen heranzuziehen und
spricht erneut von einem Husch-Pfusch Gesetz. "Die Bezeichnung von 8
Rassen als "besonders gefährlich" entbehrt jeder wissenschaftliche
Grundlage. Die Gefährlichkeit eines Hundes muss man am Individuum
festmachen!", sagt Königsberger weiter und verweist auf eine Studie
der Universität Kiel.
Völlig offengelassen wurde bei dieser Verordnung, wie mit Kreuzungen
verschiedener Rassen umzugehen ist, bzw. wie die Zuordnung erfolgen
soll. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass jeder Bürgermeister, auf
den die Verantwortung ja via Gesetz abgeschoben würde, in der Lage
ist, das entsprechend zu beurteilen. Im Gegenteil, Hundebesitzer
könnten zum Opfer politischer Willkür Diskriminierung und Abzocke
werden!", sagt der Abgeordnete Königsberger.
Ohne inhaltliche Änderung des Hundeführscheins darf keine
Verpflichtung eingeführt werden, fordert der Wiener
FPÖ-Klubobmann-Stv. Dr. Herbert Madejski erneut. Abgesehen davon,
dass ein verpflichtender Hundeführschein für nur einige wenige
Hunderassen mit größter Wahrscheinlichkeit verfassungswidrig ist -
auch nach Ansicht von Experten - muss die Abnahme der Prüfung völlig
neu gestaltet werden. Insbesondere ist das soziale Umfeld des
betreffenden Hundehalters zu überprüfen.
NR Bernhard Vock ergänzte: "Natürlich begrüßen wir jegliche Maßnahme,
die die Haltung von Hunden schult. Auch erfahrene Hundehalter können
beim Besuch eines Abrichtekurses noch dazulernen. Zudem kann das
soziale Verhalten des Hundes durch entsprechende Kurse verbessert
werden. Dies kann jedoch weder auf bestimmte Hunderassen noch auf
bestimmte Bundesländer eingeschränkt werden. Maßnahmen, die die
freiwillige Ablegung von Prüfungen fördern - wie zB temporäre
Befreiung oder generelle Ermäßigung der Hundesteuer - sind zu
begrüßen."
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
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