- 16.03.2010, 10:22:02
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SPÖ-Kärnten: Aufregung um Bundesheer-Einsatz bei Polit-Brüdern Scheuch
Rohr und Kaiser fordern lückenlose Aufklärung und Antworten auf brennende Fragen zu heute erschienenem Kronenzeitung-Bericht!
Klagenfurt (OTS) - In einem heute in den Regionalausgaben Wien,
Burgenland, Niederösterreich und Vorarlberg erschienen Bericht der
Kronenzeitung wird der Vorwurf erhoben, der Katastropheneinsatz des
Österreichischen Bundesheeres im Zusammenhang mit dem "Sturmtief
Paula" hätte den Forstwirten Kurt und Uwe Scheuch einen
ungerechtfertigten Vermögensvorteil eingebracht.
Ohne hier irgendwelche Vorverurteilungen treffen zu wollen, verlangen
der Parteivorsitzende der SPÖ-Kärnten, LHStv. Reinhart Rohr, und sein
Stellvertreter, LR Peter Kaiser, lückenlose Aufklärung und Antworten
auf brennende Fragen!
Rohr und Kaiser fordern FPK-Obmann LHStv. Uwe Scheuch und Klubobmann
Kurt auf, unverzüglich für Klarheit zu sorgen und folgende auch den
Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern unter den Fingernägeln brennende
Fragen zu beantworten:
"Wie hoch waren die Entschädigungszahlungen, die Kurt und Uwe Scheuch
nach dem Sturmtief Paula erhalten haben?"
"Stimmt es, dass das Bundesheer mit einer eigens dafür
zusammengestellten, zahlenmäßig überdurchschnittlich großen
Mannschaft, Holz aus den Wäldern von Kurt und Uwe Scheuch per
Hubschrauber zu Tal transportieren mussten, dass ansonsten nur mit
einem unverhältnismäßig hohen ökonomischen Aufwand
forstwirtschaftlich genutzt werden hätte können, während Hilfe für
andere Sturmopfer hintangestellt wurde?"
"Wie hoch waren die Bundesheer-Kosten, für die Holz-Bergung aus den
Wäldern von Kurt und Uwe Scheuch?"
"Können sie ausschließen, dass auch Holz mit Hilfe des Bundesheeres
abtransportiert wurde, dass gar nicht dem Sturmtief Paula zum Opfer
gefallen ist?"
Nachstehend der heute in Wien, Burgenland, Niederösterreich und
Vorarlberg erschienen Bericht der Kronenzeitung im Originaltext:
Politiker-Familie Scheuch profitierte von Militär-Hilfe Aufklärung
gefordert:
Schiefe Optik nach Sturm-Einsatz
Gehörig Staub wirbelt ein Assistenz-Einsatz des Bundesheeres nach dem
Sturm "Paula" in Kärnten auf. Ausgerechnet aus den Wäldern der
Politiker-Familie Scheuch wurde vor zwei Jahren tonnenweise Schadholz
ins Tal geflogen und konnte so lukrativ verkauft werden. Für
Grünen-Chef Rolf Holub "aufklärungsbedürftig!"
Mit eigenen Augen überzeugte sich Uwe "Part of the Game" Scheuch
(re. hi.) von dem Fortgang der Arbeiten in den Familienforsten. 104
Flugstunden wurden geleistet, 181 Helfer transportierten 1000 Tonnen
Holz.
Schwersteinsatz: Für den Abtransport des Schadholzes aus den
schwer zugänglichen Gebirgsregionen des Mölltals mussten nicht nur
zwei Hubschrauber fliegen - auch Zufahrtswege wurden eigens
errichtet.
Während andere Sturmopfer jetzt noch auf ihr Geld warten, zählte
rasche Hilfe für die Politiker-Familie Scheuch in Oberkärnten
offenbar doppelt: Zur Beseitigung von Sturmschäden nach dem
Unwettertief "Paula" rückte das Militär mit einer Riesentruppe an und
leistete vom 28. Jänner bis zum 4. März 2008 ganze Arbeit. Wobei der
Abtransport von Schadholz aus den Latifundien der Scheuchs mittels
zweier Hubschrauber erfolgte. Holz bester Qualität übrigens, das ohne
Hilfe aus der Luft und zu ebener Erde durch die Soldaten niemals zu
den Sägereien hätte gebracht werden können und somit völlig wertlos
gewesen wäre. Ein Umstand, der nicht nur in Oberkärnten für böses
Blut sorgte.
So richten jetzt die Bundes-Grünen eine parlamentarische Anfrage an
Verteidigungsminister Darabos: "Die Causa muss restlos aufklärt
werden, insbesondere stellt sich die Frage, ob das Bundesheer für
private Zwecke missbraucht worden ist und wie hoch die Kosten waren",
so Kärntner Grünen-Chef Rolf Holub.
Zitat aus dem Bundesheer-Bericht
In den tief eingeschnittenen Wildbachbereichen (etwa im Unteren
Mölltal) war der Zugriff zu den Verklausungen meist erst nach einer
Wegvorbereitung möglich bzw. konnte der Holzabtransport aus einzelnen
Bachbereichen nur durch Ausfliegen mit Hubschraubern erfolgen.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
SPÖ-Kärnten
Klagenfurt
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